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Inzidenz und Epidemiologie

  • Heinz Ludwig
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Zusammenfassung

Das multiple Myelom wurde in den ersten Jahrzehnten nach der Jahrhundertwende als eine extrem seltene Erkrankung mit einer Inzidenz von weniger als 0,1% aller Malignome angesehen [271]. Erst durch die Einführung und weitere Verbreitung neuer diagnostischer Maßnahmen, wie Knochenmarkspunktion, Serumelektrophorese, Immunelektrophorese und Radiographie wurde eine weit höhere Inzidenz festgestellt als früher vermutet. Heute wird das multiple Myelom mit der gleichen Häufigkeit wie der Morbus Hodgkin diagnostiziert und bei etwas mehr als 1% aller malignen Neoplasien gefunden [183]. Die Erkrankung nimmt mit 13% in Mitteleuropa [505] und 14,4% in der weißen Bevölkerung Nordamerikas [97] einen relativ großen Anteil unter den lymphoproliferativen Tumoren ein (Abb. 3). Bei den Negern der Vereinigten Staaten ist das multiple Myelom mit 33% überhaupt der häufigste maligne lymphoretikuläre Tumor. In Europa variiert die Inzidenz des multiplen Myeloms in der Gesamtbevölkerung zwischen 2,1 bis 3,2/105 Einwohner in Schweden und 0,1 bis 0,2/105 Einwohner in Rumänien, wobei die erste Zahl die Häufigkeit bei Frauen und die zweite diejenige bei Männern angibt. Die entsprechenden Werte liegen für die Bundesrepublik Deutschland bei 1,1 bis 1,7/105 und für die Schweiz bei 2,1 bis 2,2/105 Einwohner. Für Österreich haben wir eine auf die Standardpopulation für Europa alterskorrigierte Häufigkeit von 1,2 /105 für die weibliche und 1,5/105 für die männliche Bevölkerung ermittelt [505].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Heinz Ludwig
    • 1
  1. 1.Allgemeines KrankenhausStadt Wien II. Medizinische UniversitätsklinikWienAustria

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