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Anatomische und funktionelle Grundlagen für die Wahl von Nahtmitteln und Nahttechniken in der Ösophaguschirurgie

  • H.-J. Peiper
  • J. R. Siewert
Conference paper

Zusammenfassung

Für die Auswahl der Operations- und Nahttechniken am Ösophagus sind Ausdehnung der Erkrankung bzw. Tumorlokalisation und topographisch-anatomische Gründe, bis zu einem gewissen Grade auch funktionelle Gesichtspunkte ausschlaggebend. Diese Faktoren beeinflussen die Komplikationsträchtigkeit der Eingriffe, die Operationsergebnisse und in vielen Fällen auch die Prognose der Grundkrankheit. Einleitend werden einige anatomische Gesichtspunkte
Abb. 1a, b

Gefäßversorgung des Ösophagus. a Darstellung von rechts, b Darstellung von links. Versorgung zervikal von der A. thyreoidea inferior aus, thorakal über Äste der rechten und linken Bronchialarterie, im übrigen selten durch mehr als zwei Rami oesophagei von den Interkostalar terien aus; der abdominale Abschnitt erhält seine Versorgung über Äste der A. gastrica sinistra und Aa. phrenicae. (Aus Allgöwer et al. 1981) Chirurgische Gastroenterologie

aufgezeigt, die die Gefäßversorgung der Speiseröhre betreffen (Abb. 1). Ihnen kommt u. E. bei dem ohnehin stets gegenwärtigen Nachteil eines fehlenden Serosaüberzuges eine besondere Bedeutung zu. Die Gefäßversorgung der Speiseröhre erfolgt — entsprechend der embryonalen Entwicklung -überwiegend vom Abdomen bzw. vom Halse her. Direkte segmentale Äste sind außerordentlich selten. Nach der ausführlichen Statistik von Swigert et al. (1950) werden im Durchschnitt nur 2 dünne Äste, die aus den Interkostalarterien abgehen, gefunden. Darüber hinaus gibt es in Höhe der Trachealbifurkation direkte Versorgungen aus den Bronchialarterien überwiegend von rechts.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • H.-J. Peiper
  • J. R. Siewert
    • 1
  1. 1.Klinik u. Poliklinik für Allgemeinchirurgie der Universität GöttingenGöttingenDeutschland

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