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Experimentelle Ergebnisse und klinische Erfahrungen mit PGS-Fäden in der Arterienchirurgie

  • W. Sandmann
  • G. Torsello
  • A. Kaschner
  • A. Lindemann
  • G. Lenz

Zusammenfassung

In der Gefäßchirurgie haben Nahttechnik und Nahtmaterial einen erheblichen Einfluß auf das Ergebnis der Rekonstruktion. Die Entwicklung des monofilen Kunststoffadens mit wenig thrombogener, glatter Oberfläche bedeutete mit der atraumatischen Faden-Nadel-Kombination einen erheblichen Fortschritt. Insofern ist für die Herstellung und Heilung von Anastomosen zwischen körpereigener Arterie und Kunststoffinterponat ein Optimum erzielt worden. Weitere Fortschritte für die Funktion solcher „Nichtheilender Anastomosen“ werden vornehmlich von einer Verbesserung des Prothesenmaterials und nicht so sehr von der Naht erwartet. Im Gegensatz dazu kann eine Nahtverbindung von autogenen Gefäßen als „Heilende Anastomose“ bezeichnet werden. Die Haltekraft des Fadens ist nach einigen Wochen nicht mehr erforderlich, weil Narbengewebe zur Fixation der Gefäßenden mit ausreichender Festigkeit geführt hat [5]. Für die „Heilende Gefäßanastomose“, und zwar nur für diese, erscheint uns die Verwendung von resorbierbarem Nahtmaterial in der Zukunft durchaus sinnvoll. Dies gilt besonders für End-zu-End-Anastomosen im Wachstumsalter, zumal eine Förderung der Gefäßwandregeneration durch Verwendung von absorbierbarem Nahtmaterial in der mikrogefäßchirurgischen Technik bereits beschrieben wurde [1]. Neben den allgemeinen Fadeneigenschaften ist deshalb von Interesse, ob absorbierbares Nahtmaterial hinsichtlich Thrombogenität, Fremdkörperreaktion oder Infektionsresistenz bei der Herstellung autogener Anastomosen im Vergleich zum nichtabsorbierbaren Nahtmaterial Vorteile bietet, welche unter klinischen Bedingungen genutzt werden können.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • W. Sandmann
    • 1
  • G. Torsello
    • 1
  • A. Kaschner
    • 1
  • A. Lindemann
    • 2
  • G. Lenz
    • 3
  1. 1.Chirurgische Klinik ADeutschland
  2. 2.Institut und Klinik für Medizinische StrahlenkundeDeutschland
  3. 3.Institut für PathologieUniversität DüsseldorfDüsseldorfDeutschland

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