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Immunologische Toleranz

  • Edward S. Golub
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 220)

Zusammenfassung

Ein zentrales Problem der Immunologie ist die Frage, wie der Körper Selbst von nicht-Selbst unterscheiden kann. Lebewesen können auf eine große Anzahl von Fremdsubstanzen reagieren, zeigen jedoch normalerweise keine Reaktionen gegen eigenes Gewebe. Lebewesen müssen also körpereigenes von körperfremdem Gewebe unterscheiden können. Die Untersuchung der Frage, mit welchen Mechanismen diese Unterscheidung möglich ist, führte zu der Entdeckung, daß man Versuchstiere so manipulieren kann, daß eine Reaktion gegen ein spezifisches Antigen supprimiert oder aufgehoben werden kann. Diese spezifische Suppression nennt man immunologische Toleranz. Dieser Begriff besagt, daß die fremde Substanz durch das Immunsystem toleriert wird, als wäre sie körpereigen. Im Verlauf weiterer Untersuchungen über die Mechanismen der Toleranz wurde klar, daß die spezifische Suppression (und in manchen Fällen auch die nicht-spezifische Suppression) der Immunantwort ein integraler Bestandteil der Regulation der Immunantwort ist. Wir möchten nun in diesem Kapitel verschiedene Aspekte der Immunsuppression erörtem, die für das Erkennen körpereigener Substanzen und die Regulation der Immunantwort von Bedeutung sind. Zwar kann man sowohl bei erwachsenen als auch bei neugeborenen Tieren bei B- und T-Zellen eine Toleranz induzieren, der genaue Mechanismus ist allerdings noch nicht aufgeklärt; diskutiert werden det Verlust von Klonen oder die Aktivierung von Suppressorzellen.

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Literatur

Bücher und Übersichtsarbeiten

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Edward S. Golub
    • 1
  1. 1.LafayetteUSA

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