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Hämodynamik, Gasstoffwechsel und Hämostase nach Massivtransfusionen mit Aprotinin-ACD-Blut

  • H. Harke
Part of the Anaesthesiologie und Intensivmedizin Anaesthesiology and Intensive Care Medicine book series (A+I, volume 146)

Zusammenfassung

Nach heutiger Auffassung wird die Destruktion des Lungenparenchyms beim postoperativen oder posttraumatischen Atemnotsyndrom (ARDS) vor allem auf ein „Release-Syndrom“ geschädigter Blutzellen zurückgeführt [30, 33, 93, 97]. Die thrombozytäre und leukozytäre Freisetzung von Serotonin, ADP, Adrenalin, Histamin und Bradykinin (Release Reaction) kann sowohl durch Bildung von Zellaggregaten im Schock als auch durch eine vermehrte Mikroaggregateinschwemmung bei Massivtransfusionen ausgelöst werden [80, 81,143, 262]. Aprotinin bewirkt im ACD-Blut eine Membranstabilisierung der Thrombozyten. Auf diese Weise werden Thrombozyten vor einer gesteigerten Aggregationsneigung geschützt und die Freisetzung thrombozytärer Mediatoren im Konservenblut verhindert [9,306]. Insofern bietet der initiale Zusatz von Aprotinin zu ACD-Blut eine Möglichkeit, die Häufigkeit der akuten respiratorischen Insuffizienz nach Massivblutersatz zu senken. Es sollte deshalb das Ziel der vorliegenden Untersuchungen sein, die Wirksamkeit dieser Maßnahme in einer randomi- sierten Doppelblindstudie klinisch zu objektivieren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • H. Harke
    • 1
  1. 1.Abt. Anaesthesiologie im Zentrum für interdisziplinäre FächerChristian-Albrechts-Universität KielKielGermany

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