Einleitung

  • Rolf W. Seiler
Part of the Schriftenreihe Neurologie / Neurology Series book series (NEUROSER, volume 22)

Zusammenfassung

Pro Jahr erkranken rund 10 Personen pro 100 000 Einwohner an einem intrakraniellen Tumor, wobei Männer etwas mehr betroffen werden als Frauen (2). Die Altersverteilung ist biphasisch mit einem Häufigkeitsmaximum zwischen 6 und 9 Jahren und einem zweiten Gipfel zwischen 40 und 60 Jahren. Im Kindesalter treten vor allem Medulloblastome, Kleinhirn-astrozytome and Ependymome auf, während im Erwachsenenalter die undifferenzierten Astrozytome des Großhirns und die Meningeome überwiegen. Die undifferenzierten Astrozytome werden je nach Entdifferenzie-rungsgrad und verwendeter Nomenklatur als maligne Astrozytome und Glioblastoma multiforme oder Astrozytom Grad III und IV nach Kernohan bezeichnet, resp. in der englischen Literatur als „high-grade supratentorial astrocytomas“. In einer Serie von 17 580 primären und sekundären Hirntumoren fanden Walker u. Gehan (7) 23% undifferenzierte Astrozytome. Zusammen mit den Übergangs- und Mischformen machen diese Tumoren rund 1/4 aller Geschwülste aus und sind damit die häufigsten intrakraniellen Tumoren im Erwachsenenalter. Verglichen mit anderen Malignomen, wie dem Lungenkarzinom oder Mammakarzinom, sind diese Tumoren, die den eigentlichen Hirnkrebs darstellen, selten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Rolf W. Seiler
    • 1
  1. 1.Neurochirurgische Universitätsklinik InselspitalBernSchweiz

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