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Zusammenfassung

Zu den ungelösten Problemen der Perinatalmedizin unserer Tage gehört die Verbesserung der überlebenschancen untergewichtiger Kinder. Während verbesserte Schwangerenvorsorge und Intensivüberwachung sub partu mit Hilfe von direkter fetaler Kardiotokographie und intermittierender Analyse des Säure-Basen-Haushalts die Möglichkeit eröffnet haben, Sauerstoffmangelzustände des Feten zuverlässig zu erkennen und entsprechend zu intervenieren, sind unsere therapeutischen Möglichkeiten zur Vermeidung der Frühgeburt nach wie vor außerordentlich limitiert. Auch der abundante Einsatz von Tokolytika (betasym-pathikomimetischen Substanzen) hat bisher zu keiner wesentlichen Senkung der Frühgeburtlichkeit geführt [157]. Die Rate frühgeborener Kinder (< 37 + 0 Schwangerschaftswochen (SSW) bzw. weniger als 259 vollendete Schwangerschaftstage bzw. weniger als 2500 g Geburtsgewicht) liegt auch heute noch bei 6–8% [63, 193]. Diese frühgeborenen bzw. untergewichtigen Kinder sind nach wie vor mit einer hohen Mortalität belastet. So sank die Mortalität von Kindern ≤ 1500 g zwischen 1960 und 1977 von 60% auf 30% [48, 150], wobei die Mortalität in Zentren mit neonataler Intensivüberwachung und -therapie um 10–15% niedriger ist als im Landesdurchschnitt. In einer Aufstellung für das Jahr 1974 zeigt Fitzhardinge [150] eine Mortalität bei Kindern ≤ 1500 g von 34%, bei Geburtsgewicht ≤ 1000 g von 49% und für die Gewichtsklasse 1000–1500 g von 24%, darunter ein Drittel Small-for-date-Kinder; insgesamt 95% der Kinder mußten mechanisch beatmet werden [150].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • Uwe Lorenz
    • 1
  1. 1.Oberarzt der Universitäts-FrauenklinikHeidelbergGermany

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