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Die Gestaltungsfähigkeit Öffentlicher Verwaltungen und die Legitimationsfähigkeit von Automationszielen

  • Klaus Grimmer
Part of the Informatik-Fachberichte book series (INFORMATIK, volume 44)

Zusammenfassung

Die bisherigen Anwendungen der Informationstechnologie in den Einheiten der öffentlichen Verwaltung sind durch wenige oder nicht operationable, häufig auch widersprüchliche Grundsatzentscheidungen der politischen Ebene gekennzeichnet — für mehr Bürgernähe, mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Integration -, aus denen dann die „Macher“ in Ministerien, Rechenzentren, DV-Abteilungen im Rahmen der finanziellen, organisatorisch-technischen und personellen Möglichkeiten fast jede „machbare“ Lösung legitimieren konnten und können. So werden immer wieder als Ziele der Automation genannt:2)
  • Verbesserung der Arbeitssituation der Mitarbeiter durch Entlastung von minderwertigen Arbeiten und Routinetätigkeiten sowie einfachen Kontrolltätigkeiten,

  • Verbesserung der Beziehungen zum Bürger durch Verdichtung des Informationsaustausches, Gewährleistung einheitlicher Rechtsanwendung, Verringerung der Fehleranfälligkeit und Verbesserung der Arbeitsqualität und des Arbeitsproduktes,

  • Verbesserung der Effizienz und Steuerungsfähigkeit des Verwaltungsapparates durch rasche Anpassungsfähigkeit an gesetzgeberische Maßnahmen, Erhöhung der internen Flexibilität und Mobilität, größere Kontrolldichte, Produktion von Informationen für soziale und wirtschaftspolitische Maßnahmen,

  • Verbesserung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses durch Verzicht auf Personalvermehrung bei Steigerung der Verwaltungsaufgaben nach der Fallzahl und/oder ihrer Komplexität, durch Erhöhung der Arbeitsdichte in bisher eher vernachlässigten Aufgabenbereichen, durch Ertragssteigerung aufgrund automatisch überwachter Zahlungstermine und automatischer Festsetzung von Säumniszuschlägen sowie durch Zinsgewinn,

  • Stabilisierung der Organisationsstrukturen durch aufgabenspezifische Nutzung der Informationstechnologie, Verbesserung des Informationsaustausches zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen und zwischen verschiedenen Verwaltungen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • Klaus Grimmer
    • 1
  1. 1.KasselGermany

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