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Einführung des Moderators

  • Walter Hofmann
Part of the Veröffentlichungen aus der Forschungsstelle für Theoretische Pathologie book series (VERÖFF PATHOL)

Zusammenfassung

Wenn wir die Zelle aus der Perspektive der Theoretischen Pathologie einer Betrachtung unterziehen wollen, sind wir zunächst gehalten, uns mit den Strukturen wie Zellkern, Zytoplasma, Zytosol, endoplasmatischem Retikulum, Lysosomen, den Zytomembranen und deren Rezeptoren auseinanderzusetzen. Bekennen wir uns zu der Anschauung von Robert Rössle (1936), daß „Krankhaftes“ — also das Abwegige oder pathologische Vorkommnis ganz allgemein — darin besteht, daß etwas zur Unzeit (Heterochronie), etwas am falschen Ort (Heterotopic) und etwas im Unmaß (Heterometrie) geschieht, so gilt dies auch für die Zelle im besonderen. Zellen mit gestörter Funktion sind nicht aus den „Regelkreisen“ des Gesamtorganismus zu exterritorialisieren. Alle Zellsysteme unterliegen den Signalstrukturen des Nervensystems, sei es im Hinblick auf Wachstum, Reifung, biologisches Altern, oder auf das „Krankhafte“, wobei dem Hypothalamus eine besondere Bedeutung zukommt (v. Hahn 1979). Eine Ausnahme macht vielleicht die Einzelzelle in der Gewebekultur, denn diese kann bei exakt definierten Umwelteinflüssen mit all ihren Funktionen am Leben erhalten werden. Daß ein nach lebhafter Zellteilung entstandener homogener Zellverband (Monolayer) chemische Signale, z.B. Chalone, untereinander auszutauschen vermag, ist unbestritten.

Literatur

  1. Bernard C (1858) Leçons sur la physiologie et la pathologie du système nerveux 1, 1–19Google Scholar
  2. Hahn HP(1979) Das biologische Altern. Kurzmonographien Sandoz AG 24, NürnbergGoogle Scholar
  3. Rössle R (1936) Innere Krankheitsbedingungen. In: Aschoff L (Hrsg) Lehrbuch der pathologischen Anatomie, 8. Aufl, Bd 1. Fischer, Jena, S IffGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1980

Authors and Affiliations

  • Walter Hofmann
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

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