Technik und Indikation der lumboskopischen Nierenbiopsie

  • H. Sommerkamp
Conference paper

Zusammenfassung

Die bioptische Entnahme von Nierengewebe zur Diagnostik und Verlaufskontrolle von Nierenerkrankungen gehört seit langem zum festen Rüstzeug der modernen Nephrologie. Methodisch stehen sich zwei konkurrierende Verfahren gegenüber, die sich hinsichtlich Aufwand, diagnostischer Treffsicherheit und Komplikationsquote unterscheiden: die geschlossene perkutane Nadelbiopsie und die offene chirurgische Parenchymexzision aus der Nierenrinde. Während die perkutane Biopsie die unbestrittenen Vorteile der geringen Belastung des Patienten, der leichten Wiederholbarkeit und des Wegfalls eines regulären chirurgischen Eingriffs hat, wird ihr jedoch eine geringere Treffsicherheit, eine oft quantitativ unzureichende Materialausbeute und eine höhere Komplikationsquote angelastet. Die Indikation zur konventionellen offenen Biopsie wird vielfach erst gestellt, wenn perkutane Punktionsversuche erfolglos verlaufen sind, eine Lageanomalie der Niere vorliegt oder Gefahren von Seiten der Hämostase zu befürchten sind. In dem Bestreben, die offene chirurgische Nierenbiopsie durch ein einfacheres, jedoch gleichermaßen verläßliches Verfahren abzulösen, entwickelten wir 1974 [8] die halboffene lumboskopische Biopsietechnik, die gegenüber der offenen Biopsie die Vorteile des wesentlich geringeren chirurgischen Traumas, der kosmetisch günstigeren kleinen Hautnarbe, der kurzen Operationszeit und des geringen Personalaufwandes hat.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • H. Sommerkamp
    • 1
  1. 1.Freiburg i. Br.Deutschland

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