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Einleitung

  • H. Olbing
Conference paper

Zusammenfassung

In den zwanzig Jahren seit dem ersten Bericht über Nierenbiopsien bei Kindern [6] hat diese Untersuchungsmethode ihre Bewährungsprobe bestanden und einen festen Platz in der Kindernephrologie gefunden. Einer der wichtigsten Gründe hierfür ist eine kontinuierliche Verbesserung der Untersuchungstechnik. Strahlensparende röntgenologische, in jüngster Zeit auch sonographische Methoden der Nierenlokalisation gewährleisten eine hohe Treffsicherheit der perkutanen Nadelbiopsie, welche den Patienten nur wenig belastet. Meist kann die Nadelbiopsie in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Besonders große Fortschritte wurden in der Aufarbeitung und Untersuchungstechnik des Gewebes erzielt. Ultradünne Schnitte und eine Vielzahl von Färbungen verbesserten die Möglichkeiten einer sehr differenzierten lichtmikroskopischen Untersuchung. Die Immunfluoreszenzmikroskopie, die in vielen Fällen Aussagen über die Pathogenese bzw. ätiologie erlaubt, wurde zu hoher Perfektion weiterentwickelt und kann in den meisten nephropathologischen Zentren durchgeführt werden. Das gleiche gilt für die Elektronenmikroskopie, die nicht selten eine wertvolle Verfeinerung der Gewebebeurteilung ermöglicht. Hinzu kommt, daß umfangreiche Erfahrungen über klinisch-pathoanatomische Korrelationen gerade in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, die heute bei vielen Patienten eine recht sichere Aussage darüber erlauben, mit welcher Wahrscheinlichkeit von einer Nierenbiopsie wichtige Aufschlüsse zu erwarten sind. Hinzu kommt, daß die Verständigung zwischen dem Kliniker und dem Pathologen durch die Entwicklung einer ausreichend einheitlichen Terminologie und Klassifikation erheblich erleichtert wurde.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • H. Olbing
    • 1
  1. 1.EssenDeutschland

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