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Effizienzgesichtspunkte und Finanzierung des Gemeindeschulwesens

  • R. Barlow
Part of the Hochschultext book series (HST)

Zusammenfassung

Von den größeren Posten öffentlicher Ausgaben in den Vereinigten Staaten sind die Aufwendungen für das lokale Schulwesen wahrscheinlich am stärksten abhängig von den individuellen Wählerpräferenzen. Die Schulausschüsse müssen vor einer Ausweitung ihres Budgets ihre Ausgabenwünsche häufig einer Volksabstimmung unterwerfen. Es liegt auf der Hand, daß die Haltung des Wählers gegenüber dem Vorschlag neuer Ausgaben davon abhängt, welche steuerliche Mehrbelastung dieser für ihn mit sich bringt. Wenn aufgrund der Steuerstruktur der Vorschlag, eine neue Oberschule zu bauen, für einen bestimmten Bürger eine Erhöhung der Schulsteuer um 10 Dollar jährlich mit sich bringt, dann mag er dafür stimmen, während er denselben Vorschlag möglicherweise ablehnen wird, wenn sich dieser aufgrund anderer Formen der Besteuerung zu einer Mehrbelastung von jährlich 15 Dollar auswächst. Ein bestimmter Steuervorschlag kann also bei Zugrundelegung eines Steuersystems durchaus mehrheitsfähig sein, während er bei Anwendung einer anderen Form der Besteuerung keine Mehrheit auf sich vereinigen kann. Das Niveau der kommunalen Schulausgaben hängt also zu einem gewissen Grad von der jeweils angewandten Form der Besteuerung ab.

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Anmerkungen

  1. 3).
    Ein ähnliches Modell des Abstimmungsverhaltens findet sich bei J. M. Buchanan, Fiscal Institutions and Efficiency in Collective Outlay, American Economic Review, Papers and Proceedings, 54 (1964), S. 227–235. In diesem Artikel diskutiert Buchanan die Bedeutung des Steuersystems bei der Errreichung eines effizienten Umfanges des öffentlichen Sektors, Er verwendet sein Modell aber nicht, um damit empirisch abgesichert eine bestimmte Steuer zu bewerten. Eine algebraische Fassung desselben Grundmodells haben J. L. Barr und O. A. Davis (An Elementary Political and Economic Theory of the Expenditures of Local Governments, Southern Economic Journal, 33 (1966), S. 149–165) vorgelegt. Diese Autoren beschäftigen sich jedoch nicht mit der Frage, welches Steuersystem zu Effizienz führt, sondern sie wollen das Ausgabenniveau vorhersagen, das sich aus einem bestimmten Steuersystem ergibt.Google Scholar
  2. 4).
    R.A. Musgrave und D.W. Daicoff, Who Pays the Michigan Taxes? Michigan Tax Study Staff Papers, 1958.Google Scholar
  3. 10).
    Gensemer, a.a.O., S. 139.Google Scholar
  4. 11).
    G.F. Break (Intergovernmental Fiscal Relations in the United States, Washington, 1967, S. 76) gelangt zu einer anderen Schlußfolgerung, indem er festhält, daß “Kostenexternalitäten vermutlich keine bedeutende Rolle bei der kommunalen Evaluation neuer Regierungsprogramme spielen”. Um diese Folgerung zu untermauern, erwähnt er “die menschliche Tendenz..,, die eigenen Kosten überzubewerten”. Aber die Präsenz gewerblichen Eigentums erleichtert die Steuerlast des Wählers in ganz beachtlicher Weise; je höher der Wert solchen Eigentums in dem Bezirk, desto geringer die zusätzliche Erhöhung, die dem Einwohnervermögen zur Finanzierung einer bestimmten Schulausgabenerhöhung auferlegt wird. Der WählerGoogle Scholar
  5. 13).
    Netzer, a.a.O., S. 20.Google Scholar
  6. 14).
    In den Vereinigten Staaten entspricht der Wert des steuerpflichtigen kommerziellen Vermögens insgesamt gesehen in etwa dem Wert des steuerpflichtigen industriellen Vermögens (Netzer, a.a.O., S. 20). Es scheint jedoch wahrscheinlich, daß das kommerzielle Vermögen für das Niveau der Schulausgaben aus den oben erörterten Gründen von geringerer Bedeutung ist als wertmäßig identisches industrielles Vermögen.Google Scholar
  7. 15).
    J.A. Wilde, The Expenditure Effects of Grant-In-Aid Programs, National Tax Journal, 21 (1967), S. 340–348.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • R. Barlow

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