Die Gewinne aus Freihandel

  • M. C. Kemp
  • H. Y. WanJr.
Part of the Hochschultext book series (HST)

Zusammenfassung

Die Literatur über Freihandelsgewinne zerfällt auf natü Art in zwei großere Teile, in einen, der die Öffnung des Handels betrifft und in einen, der sich auf autonome Veranderungen in den Preisen, denen sich ein kleines Land gegenübersieht, bezieht. Im ersten Teil werden Autarkiezustände mit Freihandelszustanden verglichen, im zweiten Teil werden Vergleiche zwischen verschiedenen Freihandelszustanden angestellt. Es gibt bis jetzt fast keine Untersuchungen darüber, welche Folgerungen für die Wohlfahrt sich aus Änderungen in der ausländischen Nachfrage ergeben, wenn das betrachtete Land von beliebiger Große ist.

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Anmerkungen

  1. 1).
    Der Aufsatz wurde im Sommer 1970 an der Universitat von Kalifornien, Berkeley, geschrieben. Wahrend jener Zeit wurden die Autoren durch das Stipendium GS-3018 der National Science Foundation unterstiitzt. Dankbare Anerkennung gilt der Universitat und der Stiftung. Dankbar erwahnen wir auch hilfreiche Diskussionen mit Daniel McFadden: seine Arbeit über ein verwandtes Gebiet (P.S.: in der Zwischenzeit als gemeinsamer Artikel mit Grandmont erschienen im JIEs, Mai 1972) hat uns Anregungen fiir unseren Beweis von Theorem 1 gegeben.Google Scholar
  2. 2).
    Vgl. z.B. Debreu, G.: Theory of Value, New York 1959.Google Scholar
  3. 3).
    Vgl. Arrow, K.J.: An Extension of the Basic Theorems of Classical Welfare Economics, in Neyman, J. (Hrsg.): Proceedings of the Second Berkeley Symposium on Mathematical Statistics and Probability. Berkeley, Kalifornien 1951, S. 528.Google Scholar
  4. 4).
    Vgl. Debreu, a.a.O., S. 44.Google Scholar
  5. 5).
    <PQ(P) hat diese Eigenschaften, wenn die auslandischen Konsumenten und Produzenten ahnlichen Beschrankungen unterworfen werden, wie sie den inlandischen auferlegt werden.Google Scholar
  6. 6).
    Im allgemeinen ist es auch moglich, daB es ein solches Syster von Zahlungen nicht gibt. Fur die Storungen, die wir betrachten werden, ist jedoch die Existenz immer sichergestellt.Google Scholar
  7. 7).
    w. muB nicht fur alle p existieren. Man betrachte jedoch die Menge dir Giiterbiindel, die nicht schlechter als x? eingeschatzt werden und die bei gegebenen Produktionstechniken, gegebener Auslandsnachfrage und unter Beriicksichtigung der Forderung, daB den anderen Konsumenten das tlberleben moglich sein soli, zulassig sind. Diese Menge ist eine kompakte Teilmenge von X.(x9). In einem Gleichgewicht, wie wir es unten definieren, muB^da^ gewahlte x^ in dieser Teilmenge liegen. Man kann deshalb X^(x.) durch die eben definierte kompakte Teilmenge ersetzen. Dann ist w^ fiir alle p definiert.Google Scholar
  8. 8).
    Vgl. Kemp, M.C.: The Gain from International Trade, EJ Bd. 72/1962, S. 803–819 und Samuelson 1962 (III), SchluBfolgerung 8.Google Scholar
  9. 9).
    Samuelson 1939 (III).Google Scholar
  10. 10).
    Kemp, a.a.O. und Kemp, M.C.: The Pure Theory of International Trade and Investment, Englewood Cliffs, N.J., 1969.Google Scholar
  11. 11).
    Es ist wichtig, klarzustellen, in welchem Verhaltnis das obige Theorem zu den wichtigsten Aussagen der 1962 gleichzeitig erschienenen Aufsatze von Kemp und Samuelson steht (vgl. Kemp, M.C.: The Gain from International Trade, EJ Bd. 72/1962 und Samuelson 1962 (III)). Wie wir schon erwahnt haben, suchte Kemp einen Beweis der hier als Theorem 1 formulierten Aussage. Samuelson beschaftigte sich andererseits - mit Ausnahme seiner SchluBfolgerung 8 - mit den geometrischen Eigenschaften der Menge der Konsummoglichkeiten eines Landes und der Frage, ob der Markt deren auBeren Rand erreichen kann. Insbesondere zeigte er, daB die Konsummoglichkeitenmenge bei Autarkie eine echte Teilmenge der Konsummoglichkeitenmenge bei Produktion mit Handel ist und daB alle Pareto-optimalen Punkte auf dem Rand der letzteren Menge mit Hilfe von pauschalen Transferzahlungen und Optimalzollen erreicht werden konnen. Kemp beschaftigte sich hauptsachlich mit den wohlfahrtstheoretischen Eigenschaften von second-best Freihandelsgleichgewichten, Samuelson mit denjenigen von Gleichgewichten, bei denen der Handel durch den Optimalzoll eingeschrankt wird. 12) Debreu, a.a.O., Kap. 5.Google Scholar
  12. 13).
    In einer bahnbrechenden, jedoch kaum beachteten Arbeit hat Vanek 1965 (II), Anhang zu Kap. IV, ein allgemeines Theorem über Nutzenmoglichkeitskurven aufgestellt, und er verwies darauf, daB unser Theorem 1 eine Implikation jenes Theorems ist. Dariiber hinaus hat er in wesentlichen Punkten (auch insofern, als er das Konzept des "Prinzeps" verwandte) unsere Art der Beweisfiihrung vorweggenommen. Nimmt man nun an, daB es bei vollstandiger Konkurrenz immer ein AuBenhandelsgleichgewicht gibt, das mit der Autarkiesituation Pareto-vergleichbar ist, dann folgt aus seinem Ergebnis in der Tat unser Theorem 1. Allerdings kann man die Existenz nicht einfach unterstellen. Dies ist genau der Punkt, in welchem der Beweis von Kemp aus dem Jahre 1962 unvollstandig ist. Uberdies kann der nunmehr vorgelegte Beweis so verallgemeinert werden, daB er innerhalb der verschiedenen Lander externe Effekte mit umfaBt (vgl. Wan, H.Y. jr.: A Note on Trading Gains and Externalities, JIEs, Bd. 2/ 1972, S. 173–180). Dies gilt fur den Beweis von Vanek nicht.Google Scholar
  13. 14).
    In der vorliegenden Arbeit konzentrieren wir uns auf die Freihandelsgewinne. Dennoch sollte man die folgende einfache Verallgemeinerung des Theorems 1 beachten.Google Scholar
  14. 15).
    Vgl. Sontheimer, K.C.: On the Existence of International Trade Equilibrium with Trade Tax-Subsidy Distortions, Ecta, Bd. 39/1971, S. 1015–1036, Theorem 2.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • M. C. Kemp
  • H. Y. WanJr.

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