Typologisches Denken kontra Populationsdenken

  • Ernst Mayr

Zusammenfassung

Recht unmerklich begann sich kurz nach Beginn des 19. Jahrhunderts eine neue Art des Denkens in der Biologie auszubreiten. Es wird heute meist als Populationsdenken bezeichnet. Welches seine Wurzeln waren, ist keineswegs klar, aber der Nachdruck, den Pflanzen- und Tierzüchter auf die Existenz unterschiedlicher individueller Eigenschaften legten, war zweifellos von Einfluß. Der zweite wichtige Einfluß scheint von der Systematik ausgegangen zu sein. Naturforscher und Sammler erkannten immer häufiger, daß es innerhalb der gesammelten Tierserien individuelle Unterschiede gab genauso, wie man sie etwa bei einer Gruppe Menschen vorfindet. Das Populationsdenken verbreitete sich trotz seiner ungeheuren Bedeutung nur relativ langsam. Eine Ausnahme bildeten lediglich jene Zweige der Biologie, die sich mit natürlichen Populationen befassen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Muller, H.J.: The Darwinian and modern conceptions of natural selection. Proc. Am. Phil. Soc. 93, 459–470(1949)Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • Ernst Mayr
    • 1
  1. 1.Museum of Comparative Zoology, The Agassiz MuseumHarvard UniversityCambridgeUSA

Personalised recommendations