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Verbesserung der Sauerstoffversorgung der cirrhotischen Rattenleber durch Wahl der portocavalen Shuntform

  • M. Kessler
  • Ch. E. Brölsch
Conference paper
Part of the Chirurgisches Forum ’78 für experimentelle und klinische Forschung book series (DTGESCHIR, volume 78)

Zusammenfassung

Der Entzug des Pfortaderblutes durch eine portosystemische Anastomose bei Lebercirrhose und portaler Hypertension führt zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der intrahepatischen Blutzirkulation mit einer Vielzahl von metabolischen und funktionellen Störungen bis hin zum progredienten Leberversagen. Zu den ätiologischen Faktoren hierfür muß der Ausfall der Substrat- und Hormonzufuhr aus dem Pfortaderzuflußgebiet, wie auch eine Minderversorgung mit Sauerstoff angenommen werden. Von daher ist es ein Ziel der Shuntchirurgie geworden, eine Restperfusion der Leber durch Auswahl der Shuntform zu erhalten (5). Die Wahl des Operationsverfahrens orientierte sich zumeist ân prä- und intraoperativ gemessenen hämodynamischen Parametern, woraus sich jedoch keine klinisch relevanten Richtlinien zur Bevorzugung einer bestimmten Shuntform ableiten ließen (1). Als zusätzliche Methode zur Erfassung des zirkulatorischen Zustandes der Leber konnten wir im Tierexperiment die 02-Spannung im Lebergewebe mit Hilfe der PlatinMehrdrahtelektrode von KESSLER u. LUBBERS nach portocavaler Anastomose und Leberarterialisation von der Organoberfläche aus bestimmen (2). In Fortführung dieser Versuche haben wir die Sauerstoffversôrgung der normalen und cirrhotischen Leber nach verschiedenen Formen portosystemischer Anastomosen untersucht und sie den Veränderungen, wie sie beim end-zu-seit Shunt beschrieben worden sind, gegenübergestellt.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • M. Kessler
    • 1
    • 3
  • Ch. E. Brölsch
    • 2
    • 3
  1. 1.Max-Planck-Institut für SystemphysiologieDortmundDeutschland
  2. 2.Abtlg 11Max-Planck-Institut für SystemphysiologieDeutschland
  3. 3.Klinik für Abdominal- und TransplantationschirurgieMedizinischen Hochschule HannoverDeutschland

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