Fibroadenom

  • Roland Bässler
Part of the Spezielle pathologische Anatomie book series (SPEZIELLE, volume 11)

Zusammenfassung

Als häufigste gutartige Neubildung der Brustdrüse gilt das Fibroadenom (Adenofibrom), das bei Frauen vor der Menopause als umschriebener, solitärer, zumeist kirsch- oder walnußgroßer Tumor auftritt und keine Schwierigkeiten in der pathohistologischen Diagnostik bereitet. Die organoide Verbindung zwischen epithelialen und mesenchymalen Bestandteilen des Fibroadenoms ruft charakteristische Gewebemuster hervor, dessen Pathomorphogenese in früheren Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher Untersuchungen mit unterschiedlichen Deutungen war (Lit.: Schultz-Brauns, 1933; GÜthert, 1938). Nach den ersten belegten Angaben von Sir Astley Cooper (1829) wurde die Neubildung als fibroepitheliale Brustdrüsengeschwulst aufgefaßt und als „chronic mammary tumor“ bezeichnet. Seither sind differente histologische Typen und Entwicklungsformen unterschieden worden, die zur Einteilung in ein intra- und ein perikanalikuläres Fibroadenom geführt haben. Im neueren Schrifttum werden Fragen der potentiellen Kanzerierung des Epithels, das Verhalten des Stromas, seine Bedeutung für die Ätiopathogenese und schließlich die Beziehungen zu dem morphologisch verwandten Tumor, dem Cystosarcoma phylloides, bearbeitet und durch neue Ergebnisse ergänzt. Eigene Beobachtungen stützen sich auf 348, zusammen mit Haubelt (1972), histologisch und statistisch ausgewertete Fibroadenome.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • Roland Bässler
    • 1
  1. 1.Pathologischen InstitutesStädtischen KlinikenFuldaDeutschland

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