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Zusammenfassung

Die Vögel besitzen zwischen den Hintersträngen der Intumescentia lumbalis des Rükkenmarks eine organartig abgegrenzte Ansammlung äußerst glykogenreicher Zellen, die den Zentralkanal umschließen und dorsal bis an die Meningen heranreichen (Abb. 10, 11). Bei der Präparation kann diese Zellformation mit den Meningen entfernt werden, wobei als Artefakt der Sinus rhomboidalis entsteht. Diese von früheren Autoren mit verschiedenen Namen belegte Struktur (Emmert, 1811;Nicolai, 1812;Leydig, 1854; Duval, 1877; von Köllicker, 1902; Imhof, 1905) wird heute allgemein mit Terni (1924) als Glykogenkörper bezeichnet. Da bei anderen Wirbeltierklassen eine dem Glykogenkörper entsprechende Struktur nicht gefunden wurde, muß er als eine Sonderbildung der Vögel angesehen werden. Eine von Romeu (1962) bei zwei Teleostiern unter gleichem Namen beschriebenen Struktur bedarf noch einer kritischen Prüfung bei einer größeren Zahl von Arten.

Abb. 10.

Form und Lage des Glykogenkörpers im Rückenmark. GK Glykogenkörper, P.1. Plexus lumbalis, P.p. Plexus pudendus, P.s. Plexus sacralis

Abb. 10.

Glykogenkörper in situ, 18 Tage alter Hühnerembryo. Fix. Bouin, Entkalkung EDTA, Paraffinschnitt (10 μm dick), Klüver-Barrera. Beachte die Ausdehnung des Glykogenkörpers, der den Zentralkanal dorsal und lateral umgibt. Vergr. 50 x

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Möller
    • 1
  1. 1.Zentrum für Anatomie und Cytobiologie der Justus Liebig Universität GießenGießenDeutschland

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