Zur Entwicklung der Niere

  • Wolfgang Bargmann
Part of the Handbuch der mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 7 / 5)

Zusammenfassung

Aus zahlreichen Beobachtungen geht hervor, daß die Entwicklung der Nephrone des Mesonephros (Hühnchen, Bishop-Calame, 1965, 1966) und des Metanephros (Grobstein, 1955) durch Induktoren in Gang gesetzt wird. Als Voraussetzung ihres Wirkens ist der enge Kontakt der Verzweigungen des Wolffschen Ganges bzw. der Ureterknospen mit dem mesenchymalen Nierenblastem angesehen worden (Lit. bei Du Bois, 1969). Experimentell kann auch das Mesenchym der Lunge und anderer Organe zur Bildung von Nephronen induziert werden (Bishop-Calame, 1965). Die Entstehung von Kanälchen im Nachnierenblastem läßt sich ferner durch embryonales Rückenmark hervorrufen, das seine induzierende Wirkung durch Filterporen hindurch entfaltet (Grobstein, 1956, Maus). Dieser Versuch spricht dafür, daß der Induktion nicht ein unmittelbarer Kontakt der Gewebe zugrunde liegt, sondern die Einwirkung von kleinen Partikeln oder gelösten Stoffen. Auch das nierenbildende Mesenchym besitzt induktorische Fähigkeiten: in vitro löst es die Verzweigung der Ureterknospe aus (Grobstein, 1955, Mausembryo; Calame, 1961, Hühnerembryo).

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© Springer-Verlag Berlin-Heidelberg 1978

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Bargmann
    • 1
  1. 1.Anatomisches Institut der UniversitätNeue UniversitätKielDeutschland

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