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Biomechanische Untersuchungen zur Stabilitätswirkung cortico-spongiöser Späne bei Defektosteosynthesen

  • P. Lintner
  • C. Burri
  • L. Claes
  • P. Hutzschenreuter
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie, Supplement 1977 book series (DTGESCHIR, volume 77)

Zusammenfassung

In der Behandlung knöcherner Defektzustände streben wir eine rasche Belastbarkeit ohne Längenverlust der betroffenen Extremität unter Erhaltung von Muskel- und Gelenkfunktion durch eine übungsstabile Osteosynthese an. Die Stabilität dient nicht nur der wirksamen Infektprophylaxe bei offenen Frakturen, sie stellt auch einen wesentlichen Faktor zur Begrenzung des Infektgeschehens bei der manifesten Osteitis dar (1, 5). Die knöcherne Konsolidierung großer Defektbereiche kann meist nur durch gleichzeitige, ausgiebige Knochentransplantation erreicht werden. Seit den Beobachtungen von MATTI besteht kein Zweifel an der überlegenen osteogenen Potenz autologer Spongiosa, welche jedoch nur unter mechanischer Ruhe ungestört einheilen kann (1, 4, 5), da transplantierte Spongiosa primär keine mechanische Beanspruchung übernehmen kann. Größere Defekte mit fehlender Gegenabstützung bedingen eine erhebliche Stabilitätsminderung, so daß bereits bei funktioneller Nachbehandlung Osteosynthesematerial und Einheilung transplantierter Spongiosa gefährdet sein können. Aus dieser Überlegung heraus wurde bei Patienten mit fortgeschrittener Osteitis und sequesterbedingten Defekten neben Plattenosteosynthese und Spongiosaplastik mit Erfolg eine zusätzliche Stabilisierung mit einem medialen cortico-spongiösen Span (3) durchgeführt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • P. Lintner
    • 1
  • C. Burri
    • 2
  • L. Claes
  • P. Hutzschenreuter
    • 3
  1. 1.Abteilung für UnfallchirurgieChirurgische UniversitätsklinikUlm-SafranbergGermany
  2. 2.Aus der Abteilung für Unfallchirurgieder Universität UlmGermany
  3. 3.Abteilung für experimentelle Chirurgieder Universität UlmGermany

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