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Serologische Mammacarcinomverlaufskontrolle mit Hilfe des schwangerschaftsassoziierten α2-Glykoproteins

  • H. W. Bauer
  • I. Hasselblatt
  • K. J. Husfeldt
  • H. Bohn
Conference paper
Part of the Langenbecks Archiv für Chirurgie, Supplement 1977 book series (DTGESCHIR, volume 77)

Zusammenfassung

Maligner Tumor und Fetus haben eines gemeinsam, sie überwinden die körpereigene Abwehr des Wirtsorganismus, indem sie Toleranz erzeugen. Es gibt Hinweise dafür, daß das unter Mithilfe sogenannter „blockierender Serumfaktoren“ geschieht, die in der Lage sind, entweder die Erkennung oder den Effectormechanismus des Immunsystems oder beides zu hemmen (1). Bei diesen blockierenden Faktoren kann man an Tumorantigene, Tumorantigen-Antikörper-Kom- plexe oder an Proteine denken, deren Bildung und Nachweis im Serum eng mit Schwangerschaft und malignem Wachstum verbunden sind. Eines dieser Proteine ist das „schwangerschaftsassoziierte α2-Glykoprotein“ (α2-PAG). Dieses Protein ist ein hochmolekulares, kohlenhydrathaltiges Plasmaprotein mit der elektrophoretischen Beweglichkeit eines α2-Globulins. Das Molekül besteht aus zwei Untereinheiten zu je 180 000, die mit Schwefelbrücken miteinander verbunden sind (2). Das Protein kommt normalerweise nur in Spuren im Serum vor, seine Konzentration steigt jedoch während der Schwangerschaft, bei der Oestrogenzufuhr und malignen Neubildungen deutlich an. Der Bildungsort, sowie die biologische Funktion des Proteins sind noch weitgehend unbekannt. Eine immunsuppressive Wirkung wird diskutiert (3). Wir gingen auf Anregung von STIM- SON (4) der Frage nach, in wieweit ein Zusammenhang zwischen dem Serumwert des schwangerschaftsassoziierten α2-Glykoproteins und dem klinischen Verlauf beim Mammacarcinom besteht, denn dies wäre, käme das α2-PAG als „blockierender Serumfaktor“ in Frage, zu fordern.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1977

Authors and Affiliations

  • H. W. Bauer
    • 4
  • I. Hasselblatt
    • 2
  • K. J. Husfeldt
    • 3
  • H. Bohn
    • 1
  1. 1.Behringwerke AGMarburgGermany
  2. 2.Chirurgische Abteilung des BürgerhospitalsFrankfurtGermany
  3. 3.Chirurgische Abteilung der StädtKrankenanstalten FürthGermany
  4. 4.Behringwerke AGMarburgGermany

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