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Genmanipulation und Gentherapie im Brennpunkt des öffentlichen Interesses

  • Walter Klingmüller

Zusammenfassung

In den vorangehenden Kapiteln wurde der Stand der Forschung auf dem Gebiet der Genmanipulation skizziert. Als genetisch zu manipulierende Objekte wurden Viren, Phagen und Bakterien, aber auch Pflanzen, Tiere und Kulturen menschlicher Zellen genannt. Bei der Besprechung einzelner Arbeiten oder der abschnittsweisen Zusammenfassung ihrer Ergebnisse wurde auf die denkbare spätere Nutzung der so entwickelten Methoden für eine Therapie von Erbkrankheiten des Menschen hingewiesen. Im XI. Kapitel kamen schließlich auch erste Versuche dieser Art am Menschen selbst zur Sprache. Der letzten Endes zu erhoffende Erfolg solcher Arbeiten sollte sie zur Genüge rechtfertigen. Dennoch trifft der Wissenschaftler, der auf diesem Gebiet tätig ist und darüber berichtet, in der Öffentlichkeit auch auf Besorgnis und Kritik. Die vorgebrachten Bedenken betreffen einerseits eine mögliche, wenn auch unbeabsichtigte Gefährdung des Menschen und seiner Umwelt durch manche derartige Versuche, zum anderen einen möglichen Mißbrauch der erhobenen Befunde. Es wird gewöhnlich an die Entdeckung der Kernspaltung erinnert, die der Menschheit nicht nur Segen, sondern auch bitteres Leid gebracht hat. Ferner werden regelmäßig moralische Einwände geltend gemacht. Diese Problematik sei jetzt angesprochen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • Walter Klingmüller
    • 1
  1. 1.Genetisches Institut der UniversitätMünchen 19Deutschland

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