Zusammenfassung

Lichtmikroskopie. Am 13. und 14. ET ist der gesamte Darm von einem einfachen hochprismatischen Epithel ausgekleidet. Das Cytoplasma der Saumzellen ist basophil und färbt sich homogen an. Die Kerne liegen im basalen und mittleren Zelldrittel und sind rund bis längsoval. Das Darmlumen ist schlitzförmig. Am 15. und 16. ET teilen sich die primitiven Enterocyten häufiger als vorher, so daß das Epithel stellenweise 2-reihig erscheint. Am 17. und 18. ET wird es infolge noch höherer Mitosetätigkeit 4—6reihig. Das Darmlumen hat sich beträchtlich erweitert. Gleichzeitig beginnt proximal die Zottenbildung (vgl. Vollrath, 1969). Mit Verdickung des Epithels (16. ET) lassen sich durch Methylenblau, die PAS- Reaktion und Hämalaun zunächst in den lumennahen (oberflächlichen), ab 17. ET auch in den etwas darunter gelegenen Epithelzellen des Dünndarms Granula anfärben, die vorwiegend im apikalen Cytoplasma lokalisiert sind. Ferner kommen mit Ausnahme der basalen Zellagen überall im Epithel granulahaltige Zellgruppen vor, die sich von den benachbarten Epithelzellen ablösen, untergehen und z.T. ins Darmlumen gelangen. Hierdurch entstehen in den mittleren Epithellagen am 17. und 18. ET granulierte oder optisch leere Vacuolen und an der Epitheloberfläche Einbuchtungen (Abb. 1), und damit mesenchymfreie primitive Zotten(Primärzotten; Vollrath, 1969). Am 19. ET existieren durch Einsprossen von gefäßhalttige, Mesenchym im oberen Dünndarm kurze plumpe Zotten (Sekundärzotten) mit einem meist 1-, seltener 2schichtigen Epithel; im unteren Dünndarm beginnt die Zottenbildungetwas später (Abb. 2).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin, Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • Reinhart Gossrau
    • 1
  1. 1.Anatomisches Institut der Universität WürzburgWürzburgBundesrepublik Deutschland

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