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Tumoren des Ohres, des Nasenrachenraumes, des Siebbeins und des Kehlkopfes

  • L. Bablik

Zusammenfassung

Der hervorstechendste Repräsentant des äußeren Ohres ist die Ohrmuschel. Sie ist genauso wie die übrige Körperoberfläche mit Haut bedeckt, weist jedoch infolge ihrer Lage und Konfiguration einige gravierende Unterschiede zum Integumentum commune auf. Die Exposition der beiden, immer etwas vom Kopf abstehenden und von einem dünnen Faserknorpel getragenen Hautblätter gegen Umwelteinflüsse ist außeror-denlich hoch, was ja auch zu häufigen Schädigungen — nicht-tumuröser Natur — führt. Wenn wir die heute geltende Theorie der Entstehung von Tumoren, abhängig von zwei Faktoren: endogene Disposition und exogene Noxen, zugrundelegen, sind die letzteren bei der Entwicklung von Tumorwachstum an der Ohrmuschel sicherlich führend. Drei Tatsachen unterstützen diese Ansicht: Bösartige Geschwülste des äußeren Ohres, besonders Karzinome, sind bei Männern viel häufiger als bei Frauen, die ihre Ohren meist bedeckt tragen und weniger oft im Freien arbeiten. Die ländliche, mehr der Witterung ausgesetzte Bevölkerung erkrankt häufiger als der Großstädter (Kokoschka et al.); bestimmte, sich im Freien aufhaltende Berufsgruppen werden bevorzugt befallen (Landarbeiter, Gärtner). Degenerative Veränderungen und chronische Entzündungen (Ekzem, Dermatitis), die ja auch als Wegbereiter des malignen Tumors gelten, sind an der Haut der Ohrmuschel besonders häufig.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • L. Bablik

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