Advertisement

Zusammenfassung

Ein Urteil über den heutigen Stand des gewerblichen Hautschutzes abzugeben ist nicht leicht. Zwar ist der Schutz der Arbeiter gegen obligat toxische Substanzen und gegen ionisierende Strahlen heute viel wirksamer als früher, das Problem des Schutzes gegen Hautschäden, die bei der Arbeit mit fakultativ toxischen oder mit allergenen Substanzen auftreten können, ist nach wie vor ungelöst. Darüber ist schon viel geschrieben und gesprochen worden, ganze Kongresse haben sich mit diesem Problem befaßt, beinahe immer ist man jedoch zu der etwas resignierten Feststellung gekommen, daß ein universeller Hautschutz nicht existiert, und daß die Beurteilung der Wirksamkeit eines Schutzpräparates oder einer Schutzmaßnahme schwierig ist, dies vor allem deshalb, weil oft eine Diskrepanz zwischen der experimentellen Erprobung der Wirksamkeit von Schutzsalben und ihrem Nutzen bei praktischer Anwendung besteht (Burckhardt et al.). Viele Dermatologen verwenden deshalb irgendeine einfache Salbengrundlage als Schutzsalbe und sind je nach der Art des Betriebes, in denen die Schutzmaßnahmen durchgeführt werden, mit der Wirkung solcher einfachen Präparate recht zufrieden. Wie die Zahlen aus Polikliniken und aus Unfallversicherungsanstalten zeigen, sind in den letzten Jahren die bei Arbeitern auftretenden beruflichen Hautschäden einigermaßen konstant geblieben. Die Zahl der Zementekzeme in der Schweiz hat sogar eher abgenommen. Sicher ist dies zum Teil die Folge einer natürlichen Selektion, zum Teil aber auch die Folge einer systematisch durchgeführten Aufklärung über die Notwendigkeit und Nützlichkeit einer Hauthygiene. Daß auf diesem Gebiet nicht nur Universitätsinstitute, sondern auch industriell geführte Betriebe viel positive Arbeit geleistet haben, sei hier anerkennend vermerkt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Ado, H. D., Sosonkin, J. E.: Spezifische Desensibilisierung bei Kontaktallergie gegen Metalle. Westnik Derm. Ven. 45–49 (1971)Google Scholar
  2. Barkow, D.: Zur Abgrenzung des Einsatzes von silikonhaltigen Hautschutzsalben. Berufsdermatosen 6, 225–229 (1958)Google Scholar
  3. Burckhardt, W., Marti, P., Huber, H.-P., Sting, W.: Untersuchungen über die Nützlichkeit der Hautschutzsalben. Dermatologica 113, 260–278 (1956)CrossRefGoogle Scholar
  4. Knüsel, F., Weirich, E. G.: Mikrobiologische Evaluierung der Salicylsäure und anderer Breitspektrum-Antimikrobica. Dermatologica 145, 233–244 (1972)PubMedCrossRefGoogle Scholar
  5. Letterer, E.: Abgrenzung des allergischen und toxischen Geschehens in morphologischer und funktioneller Sicht. Arch. f. klin. und ex. Derm. 213, 277–297 (1961)Google Scholar
  6. Miescher, G.: Abgrenzung des allergischen und toxischen Geschehens in morphologischer und funktioneller Sicht. Arch. f. klin. und exp. Derm. 213, 297–313 (1961)Google Scholar
  7. Steigleder, G. K.: Hautveränderungen durch biologisch aktive Waschmittel. Deutsche Med. Wschr. 95, 1372–1373 (1970)Google Scholar
  8. Wüthrich, B., Schwarz, K., Eichenberger, H.: Hautschäden durch proteasenhaltige Waschmittel. Schweiz. med. Wschr. 101, 43–46 (1971)Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • Rudolf Schuppli

There are no affiliations available

Personalised recommendations