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Diskussion zum Rundgespräch

  • M. Gemperle
  • G. Hossli
  • B. Tschirren
Conference paper
Part of the Anaesthesiology and Resuscitation / Anaesthesiologie und Wiederbelebung / Anesthésiologie et Réanimatión book series (A+I, volume 80)

Zusammenfassung

Die kontrollierte Oberflächenhypothermie hat als Hilfs-technik der Anaesthesie besonders in den letzten 10–15 Jahren mit der Entwicklung der Chirurgie am Herzen, an den großen Gefäßen und am Gehirn eine zunehmende Bedeutung erfahren. Das Ziel der Hypothermie ist die Herabsetzung des Stoffwechsels und damit des Sauerstoffverbrauchs lebenswichtiger Organe vor allem des Gehirns und des Rückenmarks. Es gibt zur Hypothermie chirurgische Indikationen, wie Operationen am Her-zen, an der Aorta, an den Carotiden oder am Gehirn, aber auch medizini-sche oder nichtchirurgische, die immer dann gegeben sind, wenn der Sauerstoffbedarf des Organismus aus irgendeinem Grund in Normother-mie nicht mehr gedeckt werden kann. Je nach Senkung der Körpertempera-tur unterscheidet man eine geringgradige, eine mäßige und eine tiefe Hy-pothermie. Einegeringgradige Hypothermie bis ca. 32° C wird oft in nicht ope-rativen Fällen über längere Zeit benötigt. Die mäßige Hypothermie von 30 bis 28° C wird für chirurgische Patienten gebraucht. In der Herzchirurgie sind es vor allem Vorhofseptumdefekte, Pulmonalstenosen und Fallot’sche Tri-logien, die in mäßiger Oberflächenhypothermie operiert werden. Der dazu benötigte Kreislaufstillstand von 6–8 min genügt für diese Operation und wird bei dieser Temperatur toleriert. Die tiefe Hypothermie von 25 bis unter 20° C kann außer bei Säuglingen nur durch direkte Blutstromkühlung mittels einer Herz-Lungenmaschine oder der Doppelpumpe von Drew durchgeführt werden, da bei älteren Kindern und Erwachsenen die Flim-merbereitschaft des Herzens unter 28° C steil zunimmt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1974

Authors and Affiliations

  • M. Gemperle
    • 1
  • G. Hossli
    • 2
  • B. Tschirren
  1. 1.Institut universitaire d’AnesthésiologieHôpital CantonalGenèveSchweiz
  2. 2.Institut für AnaesthesiologieUniversitätskliniken, KantonsspitalZürichSchweiz

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