Wie lernt man Populationsbiologie?

  • E. O. Wilson
  • W. H. Bossert
  • U. Jacobs
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 133)

Zusammenfassung

Der Leser, der noch über keine großen Erfahrungen in der Mathematik und der Anwendung mathematischer Lösungsverfahren verfügt, mag beim ersten Durchblättern dieses Buches den Eindruck gewinnen, daß er es mit einer fortgeschrittenen und verhältnismäßig schwierigen Materie zu tun hat. Das entspricht jedoch keineswegs dem wirklichen Sachverhalt. Der hier behandelte Stoff ist elementar, und er ist gleichzeitig die Grundlage für das Verständnis eines Großteils der Evolutionsbiologie. Die Methoden, die wir verwandt haben, sind im wesentlichen Entwicklungen mathematischer Modelle, Meßtechniken und Lösungsverfahren. Als Lehrer sind wir der Überzeugung, daß sowohl derjenige, der sich erst mit der Biologie zu beschäftigen beginnt, als auch der, der bereits tiefer in die Problematik eingedrungen ist, sich die Mahnung Lord Kelvins zu Herzen nehmen sollte, daß „wir nicht wissen, wovon wir reden, solange wir es nicht gemessen haben“. Zwar wäre es ungerechtfertigt und übertrieben, wollten wir dieses Diktum anwenden, doch haben wir festgestellt, daß ein großer Teil der Verwirrung und der Mißverständnisse in der zeitgenössischen Literatur über Evolutionstheorie und Ökologie, über Gebiete also, die mehr als ihr gerütteltes Maß an Polemik erfahren haben, immer dann entsteht, wenn die Streitenden über keine meßbaren Daten verfügen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • E. O. Wilson
  • W. H. Bossert
  • U. Jacobs
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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