Die Beeinflussung der linksventriculären Myokardcontractilität und Hämodynamik durch Propanidid beim Menschen

  • D. Soga
  • R. Beer
  • B. Bader
  • J. Andrae
  • E. Götz
Part of the Anaesthesiology and Resuscitation / Anaesthesiologie und Wiederbelebung / Anesthésiologie et Réanimation book series (A+I, volume 74)

Zusammenfassung

In unseren vorangegangenen Untersuchungen am Hund [9] konnte die aufgrund der Papillarmuskelversuche [8] aufgestellte Hypothese bestätigt werden, daß bei Anwendung von narkotisch äquieffektiven Dosen von Propanidid und Methohexital die Myokardcontractilität durch Propanidid stärker beeinträchtigt wird. In den Tierexperimenten führte Propanidid vorwiegend zu einer Abnahme der Myokardcontractilität, dagegen verursachte Methohexital vor allem eine Abnahme des Gefäßwiderstandes. Das Verhalten der Kreislaufparameter während der Propanididnarkose ließ darauf schließen, daß die am Hund beobachtete Kreislaufdepression nicht allein durch depressorische Wirkung des Narkoticums, sondern zusätzlich auch durch die beim Hund fast regelmäßig stattfindende Histaminfreisetzung [1, 6] verursacht wird. Damit erschien es fraglich, ob die am Hund gewonnenen Befunde in ihrer Gesamtheit auf den Menschen übertragbar sind. Die in der Literatur bisher vorliegenden Untersuchungsergebnisse über den Einfluß des Propanidids auf das Herzkreislaufsystem beim Menschen [3, 4, 5, 7] erlauben wegen ihrer Widersprüchlichkeit keine Abklärung dieser Frage. Das eigene Interesse an diesem Problemenkreis bewog uns nun dazu, unter Benutzung gleicher Untersuchungsmethodik wie im Tierexperiment (s. S. 84), auch beim Menschen die kardialen Nebenwirkungen von Propanidid und Methohexital während ihrer routinemäßigen Anwendung zu untersuchen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • D. Soga
  • R. Beer
  • B. Bader
  • J. Andrae
  • E. Götz

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