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Zusammenfassung

Durch Vergleich direkter Analysen der Katecholamin-Konzentrationen in vivo mit Perfusionsversuchen an isolierten Rindernebennieren läßt sich die Funktion des Nebennierenmarks während verschiedener Narkoseverfahren gut beurteilen. Bei den in vivo-Versuchen können als Kriterium der Katecholamin-Sekretion des Nebennierenmarks, abgesehen von einer Abnahme der Konzentration in diesem Organ selbst, gleichzeitige Änderungen des Katecholamin-Gehalts in sympathisch innervierten Organen, z. B. Herzen, herangezogen werden. Änderungen der Noradrenalinund Adrenalin-Konzentration im Myokard bei Einwirkung von Pharmaka lassen auch dann Rückschlüsse auf eine Mitbeteiligung des Nebennierenmarks zu, wenn solche Messungen bei adrenalektomierten und scheinoperierten Tieren vorgenommen werden. Diesem Vorgehen liegt die Beobachtung zugrunde, daß schon unter normalen Bedingungen ein Teil der imMyokard nachgewiesenen Katecholamine aus den Nebennieren stammt (IVERSEN, 1965a; THORP und COBBIN, 1967) und daß mithin sympathisch innervierte Gewebe zirkulierende Katecholamine aus dem Blut aufzunehmen vermögen. Die physiologische Bedeutung dieser Aufnahme endogener oder exogener Katecholamine in die Gewebespeicher bei erhöhter Katecholamin- Konzentration im Blut liegt in der Inaktivierung der Amine, da sie auf diese Weise der Reaktion mit den adrenergen Receptoren der Organe entzogen werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • M. Göthert
    • 1
  1. 1.Pharmakologisches Institut der Universität HamburgGermany

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