Die hyperbare Oxygenation zur Behandlung von Kohlenmonoxydvergiftungen

  • B. Roding
  • M. E. Sluyter
Part of the Anaesthesiology and Resuscitation Anaesthesiologie und Wiederbelebung Anesthésiologie et Réanimation book series (A+I, volume 64)

Zusammenfassung

Die Kohlenmonoxydvergiftung ist seit der Umwandlung der Energieversorgung Europas ein immer selteneres Krankheitsbild geworden. Trotzdem sehen wir gelegentlich noch Fälle. Aus diesem Grunde ist es angezeigt, über die neueste Therapie auf diesem Gebiet informiert zu sein, namlich über die Anwendung von Sauerstoff unter erhohtem Druck. Wie sie wissen, blockiert Kohlenmonoxyd den Sauerstofftransport durch Hämoglobin, weil seine Affinität zum Hämoglobin sehr viel größer ist als die des Sauerstoffs. Die Affinität des Kohlenmonoxyds zum Hämoglobin ist so groß, daß z. B. 1/“% Kohlenmonoxydgehalt im Inspirationsgemisch bis zu 70% des Hämoglobins bindet und für den Sauerstofftransport unbrauchbar macht. Darüber hinaus wird die Dissoziationskurve des verbleibenden Hämoglobins beträchtlich nach links verschoben. Es resultiert eine schwere Gewebshypoxie, auf die alle Symptome der Kohlenmonoxydvergiftung zurückgeführt werden können. Diese Symptomatologie kann sehr unterschiedlich sein. Wir kennen die sehr rasche Intoxikation bei Einatmung hoher Konzentrationen, die schließlich zu Bewußtlosigkeit und Sistieren von Herz- und Atemtätigkeit führt. Wenn diese Patienten rechtzeitig wiederbelebt werden, haben sie eine gute Prognose. Nach einer Zeitspanne von 24–48 Std, in der noch schwere Kopfschmerzen und Erbrechen auftreten können, pflegt eine restitutio ad integrum einzutreten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • B. Roding
    • 1
  • M. E. Sluyter
    • 1
  1. 1.Chirurgischen Klinik der Wilhelmina GasthuisUniversität AmsterdamHollandNetherlands

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