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Homoiostase pp 121-122 | Cite as

Spezielle therapeutische Maßnahmen bei Mikrozirkulationsstörungen im Intestinum

  • K. Meßmer
Part of the Anaesthesiology and Resuscitation / Anaesthesiologie und Wiederbelebung / Anesthésiologie et Réanimation book series (A+I, volume 60)

Zusammenfassung

Durch vasoaktive Pharmaka lassen sich Durchblutungsstörungen am Darm kaum beeinflussen. Tierexperimentell konnten wir dagegen zeigen, daß hyperosmolare Lösungen einen protektiven Effekt sowohl auf die normale als auch auf die gestörte Darmdurchblutung ausüben (Messmer u. S C Hmidt-Mende, 1971)1. Aus diesem Grunde wurde bei Patienten, bei denen eine hämodynamisch bedingte postoperative Darmatonie anzunehmen war, eine Infusionstherapie mit der hyperosmolaren-hyperonkotischen Rheomacrodex-Sorbitlösung2, welche im Tierversuch den besten Effekt gezeigt hatte, durchgeführt. Um eine Wirkung auf die Darmdurchblutung zu erzielen, muß lokal ein osmotischer Gradient von mindestens 15 mosmol/1 aufgebaut werden; hierdurch kann die glatte Muskulatur angeregt, sowie Flüssigkeit aus dem Interstitium in den Intravasalraum mobilisiert, und dadurch die stagnierende Kapillarperfusion wieder in Gang gebracht werden.

Literatur

  1. 1.
    Messmer, K. u.Schmidt-Mende, M. : Dtsch. med. Wschr. 95, 557 (1990)Google Scholar
  2. 3.
    Messmer, K. u.Schmidt-Mende, M. : Anaesthesist 20, 184 (1971)PubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • K. Meßmer

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