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Pathologie der cellulären Infektabwehr bei Hämoblastosen

  • H. J. Senn
Part of the Experimentelle Medizin, Pathologie und Klinik book series (EXPERIMENTELLE, volume 36)

Zusammenfassung

Bereits ältere pathologisch-anatomische Arbeiten enthielten sporadische, allerdings widersprüchliche Berichte über die mangelhafte oder sogar fehlende, lokale Entzündungsreaktion bei Leukämiekranken, welche an ausgedehnten Infektionen verstarben [30, 86]. Eine erste sorgfältige Arbeit stammt von Jaffé [136], welcher 1932 die paradoxe Situation erkannte, daß die Intensität der lokalen entzündlichen Infiltration mit Granulocyten und Makrophagen nicht unbedingt eine Funktion des Vorhandenseins dieser Zellen im peripheren Blut darstellte. Er postulierte, daß zur Entstehung einer wirksamen lokalen Entzündungsreaktion irgendwo im Bereiche des sonst völlig leukämisch infiltrierten Knochenmarks unerkannte Foci von normalen myelopoietischem Gewebe vorhanden sein müssen. Jaffé trat auch der von früheren Pathologen vertretenen Meinung entgegen, daß bei Leukämiekranken die unreifen leukämischen Zellelemente an der cellulären Infekt-Abwehr teilnehmen würden [30, 83], indem er histologisch bei Autopsien entweder nur eine reife leukocytäre Reaktion oder dann eine fehlende celluläre Abwehr bei bakterieller Invasion fand [136]. Boggs sowie Perillie u. Finch konnten viel später eine Verringerung und Verzögerung der lokalen Entzündungsreaktion bei Leukämiepatienten experimentell mit der Rebuck-Methode sowie der Glaskammer-Technik nachweisen [37, 196, 197].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • H. J. Senn

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