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Einleitung und Problemstellung

  • H. J. Senn
Part of the Experimentelle Medizin, Pathologie und Klinik book series (EXPERIMENTELLE, volume 36)

Zusammenfassung

Der Krankheitsverlauf von Patienten mit Hämoblastosen wurde seit jeher durch Infekte und Blutungsneigung kompliziert [45, 75, 242]. Seit der erfolgreichen Bekämpfung der bei Leukämien früher oft letalen Blutungszwischenfälle durch regelmäßigen Thrombocytenersatz [115a], ist die bakterielle und mykotische Sepsis in den führenden Krebszentren zur häufigsten Todesursache bei akuten Leukämien geworden [34, 129]. Es ist wahrscheinlich, jedoch nicht erwiesen, daß die spontane Infektanfälligkeit dieser Patientengruppen durch die moderne intensive Chemotherapie und Radiotherapie noch erhöht wurde [15, 32, 184], insbesondere bei akuten Leukämien. Hierin liegt ein therapeutisches Dilemma. Aufgrund sorgfältiger, mathematisch aufgebauter tierexperimenteller Studien und Übertragung des Leukämie-Eradikations-Konzepts von Skipper und Mitarbeitern auf die menschliche Leukämiebehandlung hat sich gezeigt, daß die Intensität der Induktionstherapie für die Zahl und Qualität der erzielten Remissionen von großer Bedeutung ist [133, 222, 235a]. Da viele der heute verfügbaren Cytostatica wohl beträchtliche Antitumorwirkung, jedoch wenig tumorselektive Wirkung aufweisen, sind vorderhand weitere Fortschritte in der Behandlung von akuten Leukämien und andern disseminierten hämatologischen Neoplasien nur auf Kosten erheblicher Toxizität zu erkaufen [222].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1972

Authors and Affiliations

  • H. J. Senn

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