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Einleitung

  • Ernst Jeger
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Zusammenfassung

Die Versuche, größere Blutgefäße nach Verletzungen dadurch für den Blutstrom durchgängig zu erhalten, daß man an die Stelle der Ligatur derselben die Naht der Gefäßwunde zu setzen suchte, dürften zunächst die Folge der Erkenntnis gewesen sein, daß die Ligatur der großen Gefäßstämme häufig deletäre Folgen nach sich zieht und selbst das Leben des betreffenden Individuums bedrohen kann. Schon die ältere medizinische Literatur berichtet über eine Reihe von Fällen, in denen die seitliche Naht von Arterien und Venen geglückt sein soll. Wieweit dabei wirkliche Erfolge erzielt wurden, wieweit solche nur durch das Ausbleiben schwerer Folgeerscheinungen, — die ja schließlich in vielen Fällen auch bei komplettem Verschluß des betreffenden Gefäßes nicht unbedingt einzutreten brauchen, — vorgetäuscht wurden, läßt sich heute kaum mehr beurteilen. Man wird jetzt, da uns eine Reihe eingehender experimenteller Untersuchungen darüber belehrt haben, wie schwierig es ist, eine Gefäßnaht einwandfrei auszuführen, welcher Menge schwer zu erfüllender Bedingungen dabei entsprochen werden muß, geneigt sein, den älteren Berichten über gelungene Gefäßnähte eine gewisse Skepsis entgegenzubringen. Jedenfalls aber waren die Erfolge der Blutgefäßchirurgie bis gegen das Jahr 1890 hin sehr bescheidene und man beschränkte sich auf die Verschließung kleiner Verletzungen von Arterien und Venen, wie sie bei Operationen gelegentlich durch einen unglücklichen Zufall entstanden waren.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1973

Authors and Affiliations

  • Ernst Jeger

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