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Grundlagen der Transplantationsimmunität

  • Georg L. Floersheim
Part of the Heidelberger Taschenbücher Band book series (HTB, volume 89)

Zusammenfassung

Die Transplantationsimmunität ist genetisch verankert. Das Schicksal eines Transplantats hängt vom Grad der genetischen Verwandtschaf t zwischen Spender and Empfänger ab. Diese drückt sich in den Transplantationsantigenen aus, die von Histocompatibilitätsgenen bestimmt sind. Auf Snell geht der Vorschlag züruck, den das Transplantationsverhalten bestimmenden chromosomalen Locus als Histocompatibilitätsgen (H) zu bezeichnen. Ein Teil der Allele dieses Locus bestimmen die Produktion von Histocompatibilitäts- oder Transplantationsantigenen. Sie werden kodominant vererbt. Ihre Charakterisierung erf olgte mittels Transplantationsversuchen unter Verwendung von Inzuchtstämmen. Hauptsächlichstes Versuchstier war dabei die Maus. Tiere eines gleichen Inzuchtstammes weisen einen sehr hohen Grad genetischer Übereinstimmung auf. Wird ausschließlich mit BruderSchwester-Paarungen geziichtet, so erreichen die Nachkommen nach 20 Generationen einen Compatibilitdtsgrad, der jenem zwischen homozygoten Zwillingen nahe kommt. Erst mit Inzuchtstammen war es möglich, die für den Ausdruck der Individualität verantwortlichen Gene in ihrer Anzahl and Stärke zu definieren. Die Starke der durch die verschiedenen Loci bestimmten Transplantationsantigene äußert sich in der Geschwindigkeit, mit der ein sick sonst vom Wirt genetisch nicht unterscheidendes Transplantat abgestoßen wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1971

Authors and Affiliations

  • Georg L. Floersheim
    • 1
  1. 1.Pharmakologisches Institut der Universität BaselSchweiz

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