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Synthesen unter physiologischen Bedingungen

  • Paul Walden

Zusammenfassung

In der jüngsten Vergangenheit ist mehrfach das Wort gefallen: die organische Chemie hat keine großen Probleme mehr, sie hat sich durch ihre Überproduktion erschöpft. Dieser Ansicht kann man unschwer die andersgeartete Ansicht entgegenhalten: nicht die organische Chemie und ihre Probleme haben sich erschöpft, sondern ihre Methoden und die damit zusammenhängende Problemstellung, und die Zeit der großen Probleme ist gerade jetzt angebrochen. Denn das größte Problem der wissenschaftlichen organischen Chemie ist nach wie vor: die in der organischen Natur vorkommenden Stoffe aus denselben Ausgangsmaterialien außerhalb der lebenden Zelle unter Bedingungen aufzubauen, die den zarten Arbeitssynthesen der Natur möglichst nahekommen. Das bisher Geleistete stellt wesensmäßig die gewaltige Vorarbeit dar, die auch eine Beantwortung der Frage: „Was kann die Natur erzeugen?“ einschließt. „Wie erzeugt sie alles das?“ Daß zur Lösung dieser Frage andere Arbeitswege ersonnen, sowie mühevoll und geduldig erprobt und wohl auch von anderen chemischen Vorstellungen begleitet werden müssen, darf als naheliegend vorausgesetzt werden.

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© Julius Springer in Berlin 1941

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  • Paul Walden

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