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Zusammenfassung

Im Jahre 1858 zeigte erstmalig L. Pasteur, daß Mikroorganismen (z. B. Penicillium glaucum) in einer wässerigen Lösung; von traubensaurem Ammon nicht nur wachsen, sondern auswählend nur die eine isomere (rechtsdrehende) Modifikation als Nahrung verwenden, die andere (linksdrehende) Komponente wird also verschmäht. Als im Jahre 1874 die Lehre von der räumlichen Lagerung der Atome durch J. H. van’t Hoff und J. A. Le Bel geschaffen, durch die deutsche Ausgabe von L. Herrmann und J. Wislicenus (1877) gleichsam wissenschaftlich gutgeheißen und durch H. Landolts Buch „Das optische Drehungsvermögen organischer Substanzen“ (1879) gestützt und gefördert worden war (s. S. 200), erhielt auch jene Entdeckung Pasteurs einen neuen Sinn und Wert. Es ist Le Bel, der auf sie zurückgreift und zwecks Prüfung der Lehre vom asymmetrischen Kohlenstoffatom die Darstellung des linksdrehenden Alkohols CH3CH(OH)CH2CH2CH3 mit Hilfe von Penicillium glaucum aus der inaktiven Form durchführt [C. r. 89, 312 (1879)]; weitere Carbinole und Propylenglykol werden in gleicher Weise aktiviert (1880 u. f.). Dann wird dieselbe Methode auf razemische Säuren übertragen; auf Landolts Anregung unterwirft J. Lewkowitsch (1882 u. f.) die razemischen Formen der Mandelsäure, der Milch-und Glycerinsäure der Einwirkung von Penic.

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© Julius Springer in Berlin 1941

Authors and Affiliations

  • Paul Walden

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