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Zusammenfassung

In der Alkaloidchemie hat die lebende Zelle das erste Beispiel von ihrer undurchsichtigen Freigebigkeit im Erzeugen von Spielarten ein und desselben chemischen Grundtypus in einer die chemische Forschung und biologische Deutung stark belastenden Weise erkennen lassen. Vergleicht man z. B. die synthetische Tätigkeit der lebenden Pflanze einerseits im Hinblick auf die Alkaloide, andererseits auf die Kohlenhydrate und Fette, so fällt es sofort auf, wie relativ einfach die Natur in betreff der letztgenannten Stoffarten vorgeht, wie sie sich in der Beschränkung als eine Meisterin zeigt, indem sie z. B. die wenigen Fettarten und die wenigen Biosen bzw. die eine „Stärke“ über das ganze Pflanzenreich verteilt oder in einer gegebenen Pflanzengattung die begrenzten Stofftypen möglichst bewahrt: bei diesen Reservestoffen bedient sich die Natur scheinbar eines unkomplizierten, ,„glatt verlaufenden“ Aufbauverfahrens. Das Reaktionsbild wird aber vieldeutig, wenn die lebende Zelle in ihr synthetisches Werk noch das Element Stickstoff einbaut und die ringförmigen vielgliedrigen Alkaloide, gleichsam im Nebenbetriebe und oft nur in geringer Menge hervorbringt. ,„Die Natur tut nichts überflüssig“ (Kant) — wozu und wie baut dann die Natur überhaupt die Alkaloide und insbesondere die vielen Spielarten auf ?

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1941

Authors and Affiliations

  • Paul Walden

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