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Speicher

  • Karl Steinbuch
Part of the Heidelberger Taschenbucher book series (HTB, volume 81)

Zusammenfassung

Speicher sollen Informationen über Zeiträume hinweg bewahren. Wenn wir beispielsweise einen Knoten ins Taschentuch machen oder im Terminkalender etwas für einen späteren Zeitpunkt notieren, dann speichern wir Informationen. Unsere normale, mechanische Umwelt bietet so viele einfache Möglichkeiten zur Speicherung, daß uns „Speichern“ gar nicht als ein Problem erscheint. Zum Problem wird Speichern erst dann, wenn wir versuchen, in der Welt der elektrischen Vorgänge Informationen zu speichern. Dies sei mit Bild 32 erläutert: Bild 32 a zeigt schematisch, wie auf eine feste Unterlage, z. B. Papier, mit Tinte geschrieben wird. Ohne Zweifel werden die geschriebenen Zeichen, falls sie nicht absichtlich zerstört werden, praktisch unbegrenzte Zeit erhalten bleiben. Nehmen wir — wie in Bild 32 b gezeigt — nicht einen festen Körper als Unterlage, sondern eine Flüssigkeitsoberfläche, so zerfließt die Tinte sofort. Es gelingt uns nicht, Informationen zu speichern. Ähnlich liegen die Verhältnisse in Gasen, wie wir z. B. an den rasch auseinanderfließenden Zeichen der Himmelsschreiber erkennen können. Die Möglichkeit einfacher Speicherung beruht offensichtlich auf der Formbeständigkeit fester Körper.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin · Heidelberg 1971

Authors and Affiliations

  • Karl Steinbuch

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