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Die Konstitution der gesättigten Verbindungen

  • Carl Graebe

Zusammenfassung

In seinem Lehrbuch ist Kekulé von einer Einteilung ausgegangen, bei der „alle die Substanzen, in welchen man die Kohlenstoffatome als in einfachster Weise aneinander gelagert annehmen kann“, der ersten Klasse und die Wasserstoffärmeren der zweiten Klasse angehören. Später wurden diese Verbindungen meist als gesättigte und ungesättigte bezeichnet. Um für die Kohlenwasserstoffe eine einfache Nomenklatur zu haben, schlug A. W. Hof mann3) vor, für die gesättigten zur Namenbildung die Endsilbe „an“, für die ungesättigten die Endungen „en“, „in“ usw. zu benutzen. Für die drei ersten Glieder der Grubengasreihe wählte er die Namen Methan, Äthan und Propan, für die folgenden Quartan, Pentan, Hexan usw. Diese Vorschläge haben sich rasch eingebürgert, doch wurde an Stelle von Quartan der Name Butan bevorzugt.

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Literatur

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    Emil Erlen me yer (1825–1909) war in Wahren bei Wiesbaden geboren, hatte in Gießen studiert und sich dann als Apotheker etabliert, diesen Beruf aber 1855 aufgegeben. Er zog nach Heidelberg, wo er gleichzeitig mit Baeyer zu den ersten Zuhörern Kekulés gehörte. 1857 habilitierte er sich daselbst und unterrichtete in einem Privatlaboratorium. 1868 wurde er als Professor an die neuerrichtete Polytechnische Schule in München berufen. 1883 trat er in den Ruhestand und zog nach Frankfurt a. M. Später lebte er in Aschaffenburg. Mit Butlerow gehört er zu den ersten, die sich am Ausbau der Strukturtheorie mit Erfolg beteiligten. M. Conrad hat den Nekrolog auf ihn verfaßt. B. 43, 3645.Google Scholar
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    Johannes Wislicenus (1835–1902), in Klein-Eichstedt (Kreis Merseburg) geboren, hatte seine Studien bei Heintz begonnen, mußte aber, da er seinem Vater, der 1853 seiner freireligiösen Schriften wegen nach Amerika flüchtete, nachfolgte, sie nach dem ersten Semester unterbrechen. Nach drei Jahren nach Europa zurückgekehrt, vollendete er seine Studien in Zürich und Halle. Er habilitierte sich dann an der Züricher Universität, wurde an derselben und später am Eidgenössischen Polytechnikum Professor. 1872 wurde er nach Würzburg und 1885 nach Leipzig berufen. Wislicenus gehörte zu den ersten Chemikern, die sofort van t’Hoffs Chimie dans l’espace richtig einschätzten und deren Erscheinen freudig begrüßten. Eine ausführliche Würdigung seiner Persönlichkeit und seiner Leistungen hat E. Beckmann veröffentlicht B. 37, 4861.Google Scholar
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© Julius Springer in Berlin 1920

Authors and Affiliations

  • Carl Graebe

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