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Die Bestimmung von Faktorenwerten

  • K. Überla
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Zusammenfassung

In den vorausgehenden Abschnitten waren Methoden besprochen worden, durch die man eine Menge von beobachteten Variablen auf wenige Grundgrößen reduzieren kann (Faktoren- und Kommunalitätenproblem). Diese Grundgrößen oder Faktoren waren insofern künstlich und nicht den Daten entsprechend, als sie z. B. bei der Hauptachsenanalyse jeweils ein Maximum der gesamten Restvarianz repräsentieren. Die Rotation zur Einfachstruktur ermöglichte das Auffinden einer einfacheren Position der Faktoren, die eine bessere Interpretation zuließ. Das Ergebnis einer Faktorenanalyse — soweit wir es bisher kennengelernt haben — besteht aus interpretier baren Faktoren, die die Korrelationsmatrix zwischen den Variablen reproduzieren. Für die Beurteilung der Struktur, die hinter den beobachteten Variablen steht, mag ein solches Ergebnis z. B. in Form der Matrix V fs . aus sachlichen Gründen interessant sein. Man kann jedoch einen Schritt weiter gehen. Jede Person hat einen Meßwert für jede Variable, und man kann jeder Person ebenso Werte für jeden Faktor zuordnen. Ein Faktorenwert (factor score) ist der Meß- oder Schätzwert einer bestimmten Person in bezug auf einen bestimmten Faktor und diese Faktoren werte können bestimmt werden. Während die Faktorenladungen die Merkmalsparameter des Modells sind, sind die Faktorenwerte Parameter, die den Einzelpersonen zugeordnet sind.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1971

Authors and Affiliations

  • K. Überla
    • 1
  1. 1.Dokumentation und Datenverarbeitung derUniversität UlmDeutschland

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