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Modelle und Realität im wirtschaftlichen Denken

  • Daniel Bell
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Zusammenfassung

Seit mehr als 35 Jahren ist die Wirtschaftstheorie — die Linie der ökonomischen Schulen aus Cambridge (U.K. und U.S.A.), entwickelt von Alfred Marshall, John Maynard Keynes und Paul Samuelson — eine einflußreiche Kraft, bezüglich der Steuerung der Wirtschaftspolitik gewesen. *) Heute herrscht allgemeine Übereinstimmung, daß staatliche Wirtschaftslenkung und -politik sich in einem Zustand der Ratlosigkeit befinden. Viele Ökonomen sind überzeugt, daß die aus früheren historischen Situationen herstammenden Rezepte nicht länger anwendbar sind, aber es herrscht nur geringe Übereinstimmung bezüglich neuer Rezepte. Allerdings taucht hier die vordringliche Frage nach den grundlegenden Annahmen dieser neoklassischen Nationalökonomie auf — nach dem Modell des Konkurrenzgleichgeuwichts und nach den zentralen Annahmen bezüglich des Verhaltens von Individuen, Firmen und Regierungen (d. h. Nutzenmaximierung). Für einen Mohammedaner sind alle Christen gleich, ob fußwaschende Baptisten oder wortklaubende Thomisten; und während die theoretischen Unterschiede zwischen einem Friedman und einem Samuelson deutlich sind, mit voneinander abweichenden Folgerungen für die Politik, stellt sich auch die Frage, ob der theoretische Rahmen selbst, der beide umgibt, adäguat ist. Kurz gesagt, es stellt sich nicht nur die Frage, ob es eine Krise in der ökonomischen Theorie gibt, sondern auch, ob es eine Krise der ökonomischen Theorie selbst gibt. Aus diesem Grunde muß man in die Geschichte dieser Theorie zurückgehen und ihre Entwicklungsschritte nachvollziehen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

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  • Daniel Bell

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