Advertisement

Viren pp 114-134 | Cite as

Onkogene Viren

  • Walter Doerfler

Zusammenfassung

Unter onkogenen Viren versteht man Viren, die bei Tieren oder möglicherweise auch beim Menschen Tumoren erzeugen oder an der Tumorentstehung beteiligt sein können. Trotz sehr intensiver Forschungsarbeit in der Tumorbiologie vermag noch niemand genau zu sagen, wie es zur Tumorbildung durch Viren kommt. Normalerweise sind Zellteilung und Wachstum der Zellen durch eine große Anzahl von Genprodukten reguliert. Entsteht beispielsweise beim Menschen eine Verletzung der Haut, werden die die Verletzungsstelle umgebenden Zellen zur Vermehrung angeregt. Sie wachsen solange, bis die verletzte Stelle repariert ist. Dann hört die Zellteilung auf. Es kommt normalerweise nicht zu einer Entgleisung der Wachstumsregulation oder gar zur Tumorbildung. Offenbar gibt es in jeder Zelle Gene, deren Produkte die Zellen zur Vermehrung treiben können, und andererseits Gene, deren Produkte diesem Vermehrungsmechanismus entgegenwirken. Wie die geregelte Expression dieser Gene mit zum Teil entgegengesetzter Zielrichtung gesteuert wird, ist weitgehend unbekannt. Man vermutet, daß Hunderte, vielleicht Tausende von Genen an der für den Organismus lebenswichtigen Regelung des normalen Zellwachstums beteiligt sind.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Walter Doerfler
    • 1
  1. 1.Abteilung medizinische Genetik und VirologieInstitut für GenetikKölnGermany

Personalised recommendations