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Viren pp 75-101 | Cite as

Virusinfektion

  • Walter Doerfler

Zusammenfassung

Wie bei allen Lebewesen ist es auch das Ziel der Viren, sich zu vermehren, das eigene Erbgut zu erhalten, vielleicht zu verbessern, und sich den Umweltbedingungen optimal anzupassen, das heißt für die Viren, sich ganz auf die für die Infektion zur Verfügung stehenden Wirte einzustellen. Insbesondere in der Anpassung an die Wirte und Umweltbedingungen sind Viren Meister ihres Faches. Aufgrund der häufig hohen Nachkommenzahl und der kurzen Vermehrungszyklen, sowie teilweise einer erstaunlich hohen Mutationsrate, deren molekulare Ursachen nicht wirklich verstanden sind, haben die Viren die Möglichkeit, immer wieder neue Varianten ihrer Gene auszutesten. Unter Mutationen versteht man „zufällige“ Austausche von genetischen Buchstaben im Erbmolekül. Die Mutationen können durch Fehler bei der Vermehrung des Virusgenoms oder durch Umwelteinflüsse sowie chemische oder physikalische Faktoren (z. B. energiereiche Strahlung) verursacht werden. Die Ursache liegt häufig auch im Aufbau des Genoms und in der besonderen Anfälligkeit gewisser Buchstaben gegenüber Mutationen, wie z. B. bei. Durch Selektion (Auswahl) und Überlebens- und Vermehrungsvorteile der an die bestehenden Wirts- und Umweltverhältnisse am besten angepaßten Mutationen können Viren in relativ kurzer Zeit neue Subtypen entstehen lassen, die dann wieder zu maximaler Vermehrung befähigt sind.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Walter Doerfler
    • 1
  1. 1.Abteilung medizinische Genetik und VirologieInstitut für GenetikKölnGermany

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