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Viren pp 153-158 | Cite as

Das Schicksal fremder, mit der Nahrung aufgenommener DNA im Säugerorganismus

  • Walter Doerfler

Zusammenfassung

Der menschliche Organismus ist auch ohne die Vermittlung von Viren mit fremden Genen der unterschiedlichsten Art aus der Umwelt fortwährend in Kontakt. Die Epithelien des Magen-Darm-Traktes mit einer Oberfläche von einigen 100 Quadratmetern sind dauernd der mit der Nahrung aufgenommenen fremden DNA tierischen oder pflanzlichen Ursprungs ausgesetzt. DNA- Fragmente sind selbst in archäologischen Funden biologischer Herkunft, z. B. in Mumien ägyptischer Pharaonen mit einem Alter von etwa 4000 Jahren, nachgewiesen worden. DNA ist also offenbar ein sehr stabiles Molekül. Ein Anteil von 1 bis 2% der täglichen Nahrung besteht aus DNA oder RNA. Nach jeder Nahrungsaufnahme kann diese DNA für mehrere Stunden im Darminhalt vorliegen und könnte über die Epithelzellen des Verdauungstraktes in den Organismus aufgenommen werden. Wir haben untersucht, inwieweit diese DNA vollständig zu ihren Grundbausteinen, den Nukleotiden, abgebaut wird, oder ob eine kleine Menge von DNA-Fragmenten die Passage durch den Verdauungstrakt zu überstehen vermag.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Walter Doerfler
    • 1
  1. 1.Abteilung medizinische Genetik und VirologieInstitut für GenetikKölnGermany

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