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Cholesterin pp 83-116 | Cite as

Krankheiten des Cholesterinstoffwechsels

  • Hans-Jürgen Holtmeier
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Zusammenfassung

Fehler in der rezeptorvermittelten Endozytose können Krankheiten auslösen so z. B. eine familiäre Hypercholesterinämie. Bahnbrechende Untersuchungen über die Bedeutung der LDL-Rezeptoren und ihre Rolle für die familiäre Hypercholsterinämie (Gendefekt am Chromosom 19) stammen von Brown und Goldstein, die hierfär 1985 den Nobelpreis erhielten. Sie beschrieben, daß das Fehlen des LDL-Rezeptors zur familiären (hereditären) Hypercholesterinämie führt, wobei bei dieser Krankheit zwischen den seltenen homozygoten und den heterozygoten Formen unterschieden wird. Bei der homozygoten Form (Kreuzer et al. 1994), deren Häufigkeit bei 1: 1 000 000 liegt, treten hohe LDL-Cholesterinkonzentrationen im Plasma (nach Stryer 1990 etwa 680 mg/dl) und verschiedenen Geweben auf, wodurch Xanthome an Haut und Sehnen, aber auch in Geäßen entstehen. Bereits bei der Geburt bestehen bei den homozygoten Formen schwere Veränderungen in Form von Cholesterinablagerungen und Xanthelasmenbildungen selbst in kleinen Gefäßen (Abb. 3.5, 3.6). Die Mehrzahl der homozygoten Fälle stirbt unbehandelt oft schon im Kindesalter oder vor dem Erreichen des zwanzigsten Lebensjahres an den Folgen einer Koronarkrankheit. Die Gefäßwandveränderung zeigen in der Regel jedoch nicht das Bild einer „gewöhnlichen“Atherosklerose (Abb. 3.1, 3.6), sondern eine dem Tierexperiment ähnliche Art von Cholesterinsteatose (Abb. 3.2 - 3.8).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Hans-Jürgen Holtmeier
    • 1
  1. 1.GerlingenGermany

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