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Stadtmarketing durch kommunales Energiemanagement am Beispiel der Stadt/Stadtwerke Unna GmbH

  • Christian Jänig
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Zusammenfassung

Derzeit ist (wieder?) eine lebhafte Diskussion über einen Wandel — viele sprechen von einem sog. „Paradigmenwechsel“1 — in der Auffassung über die primäre Funktion und Zielsetzung sowie das „richtige Funktionieren“ einer Unternehmung als utilitaristischer Organisation festzustellen, die durch evolutionäre, teils auch fast schon revolutionäre Veränderungen des gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen, technologischen und sozialen Kontextes ausgelöst wurde. Neben der durch die Globalisierungsdiskussion induzierten Argumentation sowie der durch Liberalisierung und Deregulierung implizierten Verschiebung tradiierter Marktgrenzen wird die Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen und -prozesse2, verbunden mit dem Rückbau der vertikalen bzw. horizontalen Fertigungstiefe und -breite, propagiert. Diese Diskussion wird durch Schlagworte wie „vernetzte, systemische Organisation“, „prozeßorientierte Ablaufstrukturen“, „Orientierung an der Wertschöpfungskette aus Sicht des Produkt- bzw. Dienstleistungsempfängers“ sowie „Wandel vom Abnehmer zum Kunden“ geprägt. Hierdurch wird letztlich die seit der industriellen Revolution implementierte hierarchisch-funktionale Organisationsstruktur in Frage gestellt. Ein sicheres Indiz hierfür ist die Zahl der die Bestsellerlisten anführenden diesbezüglichen Veröffentlichungen alter oder neuer „Management-Gurus“- auch wenn deren Inhalt ab und an die Grenze der Simplizität oder Scharlatanerie überschreitet. Verbunden ist dies mit dem Generieren neuer Begriffe bzw. Schlagworte — diese kaum noch nachvollziehbare Begriffsund Konzeptvielfalt ruft manchmal schon eher den Eindruck einer „sinnentleerten Ziellosigkeit“ anstelle den eines Indikators für Komplexität und Vielfältigkeit hervor.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

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  • Christian Jänig

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