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Unweltpolitik

  • Christian Zacker

Zusammenfassung

Jahrelang hatten die EG-Organe mangels spezieller Handlungsermächtigung umweltpolitische Rechtsakte meist aufgrund der Art. 100 und 235 EWGV erlassen. Dann führte die EEA schlieβlich einen eigenen Titel „Umwelt“ (Art. 130 r- t EWGV) in den EWG-Vertrag ein, womit die Umweltpolitik in den Rang einer den anderen Politikbereichen gleichwertigen Gemeinschaftspolitik erhoben wurde. Nachdem der EuGH (E 1985, Rs. 240/83 — ADBHU —, S. 531, 549) den Umweltschutz als ein wesentliches Ziel der Gemeinschaft bezeichnet hatte, räumte ihm die sogenannte Querschnittsklausel des Art. 130r Abs. 2 S. 2 EWGV zusätzlich insofern besondere Bedeutung ein, als nunmehr der Umweltschutz als einziges Ziel expressis verbis bei alien anderen Politiken zu berücksichtigen war (vgl. Grabitz, E./ Zacker, C., a. a. O., S. 300). Diese Tendenz, dem Umweltschutz mehr und mehr Bedeutung beizumessen, setzt sich im EUV fort, der Umweltschutz bzw. Umweltpolitik als Aufgabe bzw. Vertragsziel in Art. 2 und Art. 3 lit. k EGV aufnimmt.

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Literatur

  1. Grabitz, E./Zacker, C., Die neuen Umweltkompetenzen der EWG, NVwZ 1989, 297 ff.; Pernice, I., EuropäischerBinnenmarktund Umweltrecht, NVwZ 1990,201 ff.; Epiney, A./Furrer, A., Umweltschutz nach Maastricht — Ein Europa der drei Geschwindigkeiten?, EuR 1992, 369 ff.; Zuleeg, M., Umweltschutz in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, NJW 1993,31 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Christian Zacker
    • 1
  1. 1.BerlinGermany

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