Advertisement

Die Psychiatrie-Personalverordnung als Instrument der Qualitätssicherung in der stationären Psychiatrie

  • H. Kunze
Chapter
Part of the Bayer-Tropon-Symposium XI book series (BAYERZNS, volume 11)

Zusammenfassung

Die Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV) hat seit 1991 zu einer erheblichen Personalaufstockung in der Krankenhauspsychiatrie — beim therapeutischen Personal um etwa 20%, an einzelnen psychiatrischen Krankenhäusern um bis zu 40% — geführt. Damit verbunden sind konkrete Anforderungen sowohl an die Leistungsträger als auch an die Leistungserbringer zur Qualitätssicherung und -verbesserung in der psychiatrischen Versorgung. Zum ersten Mal wurde damit eine rechtsverbindliche Verknüpfung zwischen Aufgaben und Mitteln zur Aufgabenerfüllung gegeben. Die Psych-PV legt jedoch nicht einfach den Personalbestand für Stationen oder Kliniken fest, sondern definiert die zur Behandlung der Patienten notwendigen therapeutischen Leistungen sowie die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen innerhalb und außerhalb der Klinik. Die Umsetzung der Psych-PV ist somit nicht nur ein quantitatives Problem der richtigen Berechnung der Personalaufstockung, sondern insbesondere ein langwieriger und differenzierter Prozeß der Qualitätsoptimierung und -sicherung. Zentrales Mittel zum Erreichen des Behandlungsziels ist das gemeinsame, zielgerichtete Handeln eines multiprofessionellen Teams unter ärztlicher Verantwortung und die am Bedarf der Patienten orientierte Zusammenarbeit zwischen Klinik und außerklinischen Hilfsnetzen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Empfehlungen der Expertenkommission der Bundesregierung zur Reform der Versorgung im psychiatrischen und psychotherapeutisch/psychosomatischen Bereich (1988) Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit ( Hrsg ), BonnGoogle Scholar
  2. Haefner H (1975) Sondervotum. In: Deutscher Bundestag, Drucksache 7/4200: Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland. Bonn, (S 415 )Google Scholar
  3. Kunze H, Kaltenbach L (Hrsg) (1994) Psychiatrie-Personalverordnung. Textausgabe mit Materialien und Erläuterungen für die Praxis, 2. Aufl. Kohlhammer, Stuttgart 3. Aufl in VorberGoogle Scholar
  4. Wing JK (1975) Institutional influences on mental disorders. In: Kisker KP, Meyer J-E, Mueller C Stroemgren (Hrsg) Psychiatrie der Gegenwart, Bd III, 2. Aufl. Springer, Berlin Heidelberg New York, S 327–360Google Scholar
  5. Wing JK, Brown GW (1970) Institutionalism and schizophrenia. University Press, CambridgeCrossRefGoogle Scholar
  6. Zur Lage der Psychiatrie in der ehemaligen DDR - Bestandsaufnahme und Empfehlungen (1991) Aktion Psychisch Kranke, Bonn: Gutachten im Auftrag des Bundesministers für GesundheitGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • H. Kunze

There are no affiliations available

Personalised recommendations