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Fluoreszenzdiagnostik urethraler Humane-Papillom-Virus(HPV)-Effloreszenzen

  • P. Schneede
  • S. Wagner
  • M. Kriegmair
  • A. Hofstetter
Conference paper

Zusammenfassung

Humane Papillomviren verursachen neben Genitalwarzen, Condylomata acuminata, auch Prakanzerosen und Karzinome bei beiden Geschlechtern. Damit geht der klinische Stellenwert der HPV-Infektionen heute weit über die bislang berücksichtigten kosmetischen Aspekte hinaus. Eine gründliche HPV-Diagnostik und -therapie hat vielmehr die Bedeutung von Krebsprävention insbesondere beim weiblichen Ge- schlecht erlangt. Dabei ist es wichtig zu wissen, daβ von den heute mit HPV-DNA- Hybridisierungstechniken differenzierbaren 77 HPV-Subtypen nur eine kleinere Gruppe sogenannter High-risk-Typen regel mäβig in Präkanzerosen und Karzinomen gefunden werden. Der Kliniker muβ mit den drei unterschiedlichen HPV- Infektionstypen vertraut sein. Wahrend man unter klinischen HPV-Infektionen alle leicht erkennbaren HPV-Effloreszenzen wie z.B. Condylomata acuminata versteht, müssen die subklinischen HPV-Infektionen zunächst beispielsweise mit einer Essig- säuremarkierung sichtbar gemacht werden. Dabei sollten Vergröβerungstechniken verwendet werden. Unter einer latenten HPV-Infektion versteht man schlieβlich alle Infektionen, die weder klinisch sichtbar sind, noch histologisch nachgewiesen werden können, aber labortechnisch mit HPV-DNA-Hybridisierungstechniken bestimmbar sind. Auf Grund des unterschiedlich groβen Virusgehaltes in klinischen und subklinischen HPV-Effloreszenzen einerseits und latenten HPV-Infektionen andererseits, besteht allgemein Einigkeit darüber, die klinischen und subklinischen Effloreszenzen auf Grund ihres Infektionsrisikos für den Sexualpartner behandeln zu müssen.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • P. Schneede
    • 1
  • S. Wagner
    • 1
  • M. Kriegmair
    • 1
  • A. Hofstetter
    • 1
  1. 1.Klinik für UrologieKlinikum Groβhadern, LMU-MünchenMünchenGermany

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