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Milz

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Zusammenfassung

An der Milz sind solide, liquide und rein zystische Prozesse zu unterscheiden, die sonomorphologisch ein unterschiedliches Bild zeigen. Es gibt jedoch große Varianten mit Überschneidungsmöglichkeiten. Rein zystische Prozesse lassen sich schon im Ultraschall eindeutig klären und bedürfen keiner weiteren interventionellen Abklärung. Neben den primären dysontogenetischen Milzzysten entstehen die häufigeren sekundären Formen aufgrund eines Milztraumas oder Infarkten. Milzzysten aufgrund eines Echinococcus cysticus sind sehr selten, nur bei der klassischen Konstellation mit internen Tochterzysten lassen sie sich sonographisch eindeutig bestimmen; in Zweifelsfällen wird die Bestätigung jedoch nicht durch eine Punktion, sondern serologisch geführt. Milzinfarkte sind sonomorphologisch meist keilförmige, echoarme Raumforderungen, die die Folge embolischer oder thrombotischer Verschlüsse von Ästen der Milzarterie sind. Sie entstehen meist aufgrund peripherer Embolien der Herzerkrankungen, aus Aneurysmen einer Milzarterie oder als lokale Thrombosen von peripheren Arterien bei myeloproliferativen Erkrankungen. Wenn der Befund nicht sonomorphologisch eindeutig ist, kann die ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion indiziert sein.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  1. 1.Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie Klinik am EichertAllgemeinchirurgische KlinikGöppingenGermany

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